Neukirchen-Vluyn: Alle wollen auf die Halde
zuletzt aktualisiert: 06.03.2008Neukirchen-Vluyn (RPO). Das Hallenhaus und die Himmelstreppe auf der Halde Norddeutschland sind zu einem beliebten Anziehungspunkt geworden. Die Stadt schafft zusätzliches Parkangebot, aber immer noch gefährden Falschparker die Besucher.
Die Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn wird seit Eröffnung der Himmelstreppe immer mehr zu einem beliebten Ausflugsziel und daher stark durch Besucher und Gäste aus der gesamten Region frequentiert. Problem dabei: Der Einfahrtsbereich zur Halde und der Grünstreifen auf der Geldernschen Straße sind vor allem an Wochenenden völlig zugeparkt. Sichtbehinderungen für querende Besucher oder für die Autofahrer beim Ein- und Ausfahren sind die Folge. Noch schlimmer: Der Rettungsweg für Einsatzfahrzeuge wird versperrt.
Die Stadt hat deshalb an der Haldenzufahrt zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen. Sportliche Treppenflitzer, Gipfelstürmer und Wanderer müssen nur einige Meter links am Fuß der Treppe vorbeifahren – dort stehen genug Parkplätze zur Verfügung. Im Anschluss an die bereits vorhandenen Parkplätze kann man jetzt auch die Bankette auf cirka 700 Meter beparken. Entsprechende Verkehrsschilder weisen auf Parkmöglichkeiten hin.
360 Stufen
Der Regionalverband Ruhr weihte im August vorigen Jahres die „Himmelstreppe“ ein. Über 360 Stufen gelangt man über die beleuchtete Stahlkonstruktion vom Fuße der Halde Norddeutschland auf den Gipfel in 52 Metern Höhe. Das Projekt war nicht unumstritten. Zahlreiche Anwohner und Bürger der Stadt Neukirchen-Vluyn bezeichneten den Bau der „Himmelstreppe“ mit einem Aufwand von rund 600 000 Euro als pure Verschwendung von Steuergeldern und befürchteten, dass das Kunstwerk auch Anziehungspunkt für Rowdys sein könnte.
Zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung wird der Bereich – auch an den Wochenenden – verstärkt beobachtet. Damit allen Gästen ein sicherer Haldenbesuch ermöglicht wird, verteilt die Stadt ab sofort an etwaige Falschparker zunächst einen kleinen Hinweiszettel, mit dem auf die Gefahren des Falschparkens und die alternativen Parkmöglichkeiten hingewiesen wird. „Sollte auf diesem Wege kein geordnetes Parkverhalten erreicht werden, geht es leider nur über die Geldbörse und dann müssen künftig auch gebührenpflichtige Verwarnungen erteilt werden“, so Hans-Willi Pergens, Pressesprecher der Stadt Neukirchen-Vluyn.
Querungshilfe
Die Stadt will dafür sorgen, dass Besucher der Halde die vielbefahrene Geldernsche Straße gefahrlos überqueren können. Deshalb wird demnächst im Bereich der Haldenzufahrt eine Querungshilfe eingebaut. Gleichzeitig wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Geldernschen Straße im Bereich der Halde Norddeutschland auf 70 km/h reduziert, so der Pressesprecher.
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