Moers: Baumschutzsatzung nötig?
VON JUTTA LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 31.01.2007Moers (RPO). Rund 250 Zuhörer kamen zur Bürgerversammlung in die Kulturhalle Vluyn. Bürgermeister Bernd Böing, die Erste Beigeordnete Ingrid Otte und Kämmerer Marc Adomat informierten über aktuelle Themen.
NEUKIRCHEN-VUYN Kurz und schmerzlos. Knapp 90 Minuten dauerte am Montag in der Kulturhalle die zweite der insgesamt vier Bürgerversammlungen, zu der Bürgermeister Bernd Böing die Neukirchen-Vluyner kürzlich mit einer Postwurfsendung an alle Haushalte eingeladen hatte. Gut 250 Zuhörer kamen. Dabei standen vier Themen auf dem Programm: die vorjährigen und zukünftigen Finanzen der Stadt, die Entwicklung der ehemaligen Zechenfläche Niederberg, das Für und Wider einer städtischen Baumschutzordnung und ein Bericht über aktuelle Planungen und Baumaßnahmen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Bernd Böing machte Stadtkämmerer Marc Adomat den Auftakt. Seinen Ausführungen zufolge verzeichnet Neukirchen-Vluyn zurzeit nicht nur einen Anstieg der gewerblichen Steuereinnahmen, sondern konnte auch sein Kreditaufnahmevolumen deutlich verringern. Die in diesem Jahr geplanten Investitionen werden dennoch „sehr, sehr bescheiden“ bleiben, bedauerte er. Neukirchen-Vluyn hat derzeit einen Nothaushalt, der vor allem die freiwilligen Finanzleistungen stark einschränkt. „Da müssen wir Prioritäten setzen.“ Dazu gehören in diesem Jahr unter anderem die Erneuerung der Filteranlage im Freizeitbad vor den Sommerferien und der Ausbau der schulischen Ganztagsbetreuung. Zum Punkt zwei, der Entwicklung der Niederberg-Fläche, informierte Bürgermeister Böing über die Ergebnisse eines kürzlich abgehaltenen Workshops. Danach ist statt des zunächst angedachten riesigen Einkaufszentrums jetzt nur noch eine wesentlich kleinere, ortsnahe Lebensmittelversorgung im Gespräch. „Wir wollen die Zentren nicht schwächen“, versicherte Böing und bedauerte gleichzeitig, dass „die ganze Sache bisher so schleppend verlaufen ist“. Zum Punkt drei, dem Für und Wider einer städtischen Baumschutzverordnung, sprach die Erste Beigeordnete Ingrid Otte. Die Wortmeldungen dazu blieben wider Erwarten spärlich, ließen aber in ihrer Tendenz eher eine Ablehnung erkennen. Zu viel Reglementierung, zu viel Bürokratie lauteten die am häufigsten genannten Gründe.
Thema „Himmelstreppe“
Punkt vier, ebenfalls von Ingrid Otte vorgetragen, beinhaltete neben der geplanten „Himmelstreppe“ auf der Halde Norddeutschland vor allem die bauliche Erweitung der für die Ganztagsbetreuung vorgesehenen Schulen und eine Reihe verkehrssichernder Baumaßnahmen in der Inneboltstraße und im Bendschenweg, Letzteres ist ohne Kostenbeteiligung der Anlieger vorgesehen.
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