Kamp-Lintfort: „Fühle depressive Stimmung“
VON SIMON PAKE - zuletzt aktualisiert: 12.01.2009Kamp-Lintfort (RPO). Jeder Platz an den Tischen in der Kulturhalle war beim Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes Neukirchen-Vluyn am Sonntag belegt. „Ohne Ihren Zuspruch wäre es nicht möglich, den täglichen Kampf in der Lokalpolitik zu kämpfen“, sagte der CDU-Vorsitzende Klaus Plonka. Auch seine Stellvertreterin Claudia Schmidt pflichtete ihm bei: „Gerade zum Jahresbeginn ist so etwas Motivation pur.“
In diesem Jahr wurde auf dem Neujahrsempfang vor allem eins deutlich: 2009 ist Wahljahr. Kerstin Radomski als Kandidatin für den Bundestag im Wahlkreis Krefeld/Neukirchen-Vluyn/Moers sprach genauso ein Grußwort wie der Kandidat für den Posten des Landrats im Kreis Wesel, Ralf Berensmeier.
Der Neukirchen-Vluyner Bürgermeister Bernd Böing war zum letzten Mal in seiner Funktion auf dem Neujahrsempfang.
„Für 2009 spüre ich eine depressive Stimmung, und wenn wir wollen, dass es ein gutes Jahr wird, dann müssen wir etwas dafür tun.“ Genau das will die CDU mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Harald Lenßen. „Wir werden nur realistische Wahlversprechen geben“, sagte Lenßen im Hinblick auf die Finanzkrise und trotz des ausgeglichenen Haushalts im vergangenen Jahr. Nach der passenden Europahymne des „baerlorchesters“ hielt der Europaparlamentsabgeordnete Karl-Heinz Florenz die Hauptrede und berichtete darin von seiner Arbeit im Europaparlament. „In Brüssel ist es ähnlich wie hier im Stadtrat, abgesehen von den Sprachproblemen und unterschiedlichen Temperamenten.“ Gerade auf europäischer Ebene ist die Finanzkrise und ihre Lösung ein großes Thema. Europa sei inzwischen keineswegs mehr eine „kleine Micky-Mouse. „Wir haben über 500 Millionen Einwohner.“ Aber nur wenn Europa mit einer Stimme spräche, könnte es diesem Gewicht gerecht werden. Für das kommende Jahr machte auch er deutlich: „Wir müssen hart anpacken.“
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