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Moers: „Lint“-Flotte fährt ab 2010 am Niederrhein

VON RAINER KAUSSEN - zuletzt aktualisiert: 22.01.2008

Moers (RPO). moers/XANTEN Die „Talent“-Züge der DB Regio werden im Dezember 2009 aufs Abstellgleis rangiert, wie von der RP gestern bereits exklusiv gemeldet. Statt in die roten Triebwagen aus dem Fuhrpark der Deutsche Bahn-Tochter können die Fahrgäste an den Bahnhöfen zwischen Xanten und Duisburg dann in Dieseltriebwagen der NordWestBahn einsteigen. Das ist eine von insgesamt vier Strecken am Niederrhein, auf denen das Osnabrücker Unternehmen den Personenverkehr übernehmen soll. Das wünscht sich jedenfalls der Vergabeausschuss im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Vertragsdauer: 15 Jahre.

Für den Fahrgastverband ProBahn ist das eine gute Nachricht. Hubert Dieregsweiler aus Moers, seit vielen Jahren in der Gemeinschaft aktiv: „Ich kenne die NordWestBahn und weiß, dass die einen guten Job machen.“ Wobei Qualität zwar ein wichtiges Kriterium bei der Streckenvergabe war, Grundlage für den Zuschlag allerdings der optimale Mix von Preis und Qualität geworden ist und der Preis mit über 95 Prozent bewertet wurde. Den Nahverkehrskunden kann das wohl nur recht sein. Sie sieht Pro Bahn-Mann Dieregsweiler nicht zuletzt deshalb als Gewinner der Ausschreibung, weil durch die NordWestBahn-Kalkulation das bisherige Leistungsangebot erhalten bleiben kann. Das wäre unter Bahn-Regie keineswegs sicher gestellt gewesen.

Außerdem kündigte der VRR gestern an, die NordWestBahn werde mit neuen Zügen des Typ „Lint“ an den Start gehen. Das sind Triebwagen, die mit 41,9 Metern Länge etwas kürzer sind als die DB-Talent und 130 Sitzplätze bieten. Zur Ausstattung der „Lint“-Flotte gehören unter anderem Fahrkartenautomat und Entwerter, eine behindertenfreundliche Toilette – und alle Fahrzeuge sind videoüberwacht.

Hubert Dieregsweiler hätte sich noch ein bisschen mehr gefreut, wenn die Niederrheinischen Verkehrsbetriebe (Niag) bei der Ausschreibung die Nase vorn gehabt hätten: „Dann wäre möglicherweise die Option, von Moers aus Triebwagen auf Niag-Gleisen nach Neukirchen-Vluyn beziehungsweise nach Kamp-Lintfort fahren zu lassen, später leichter zu verwirklichen.“

Quelle: RP

 
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