Neukirchen-Vluyn: Bücherei nur an einem Standort
VON ULRICH JOPPICH - zuletzt aktualisiert: 28.10.2010Neukirchen-Vluyn (RPO). Die FDP regt in einem Antrag an den Fachausschuss an, dass die beiden Büchereien am Vluyner Platz und am Missionshof in Neukirchen geschlossen werden zugunsten des neuen gemeinsamen Standortes in der Diesterwegschule, wo schon VHS und Musikschule untergebracht sind.
Die Liberalen wollen nicht erst abwarten, bis die Diesterwegschule in zwei Jahren endgültig geschlossen wird, sondern machen sich schon jetzt Gedanken darüber, wie es mit dem Gebäude dann weiter gehen soll. In einem Antrag für die Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses am 15. November fordern sie daher die Verwaltung auf, bis spätestens Anfang des kommenden Jahres ein Konzept vorzulegen, das "eine intelligente, langfristige Nutzung und Weiterentwicklung des Gebäudes durch die Zusammenlegung der Stadtbüchereien in Vluyn und Neukirchen ausschließlich an diesem Standort beinhaltet".
"Newcomer"
Alexandra Gorres ist 36 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Die Betriebswirtin Handwerk arbeitet bei der Schwangerschaftskonfliktberatung der Arbeiterwohlfahrt in Dinslaken.
Thymo Martin ist 40 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Der FDP-Politiker arbeitet als Steuerberater in Essen.
Synergieeffekte
Die beiden FDP-"Newcomer" Alexandra Gorres (Sprecherin im Jugend-, Familien- und Sozialausschuss) und Thymo Martin (Sprecher im Schul-, Kultur- und Sportausschuss) ließen die Katze gestern aus dem Sack: Die beiden Büchereien in Vluyn und Neukirchen sollen also zugunsten des neuen gemeinsamen Standortes an der Diesterwegschule geschlossen werden. "Wir versprechen uns davon Einsparpotenziale für den Haushalt und Synergieeffekte dadurch, dass auch die VHS und die Musikschule dort untergebracht sind. Damit erreichen wir eine Zentralisierung des Bildungsangebotes in der Stadt", so Thymo Martin.
Die Bücherei-Zweigstelle am Vluyner Platz ist von der Sparkasse am Niederrhein gemietet, das Gebäude der Bücherei am Missionshof gehört der Stadt. "Wir sparen also die Miete für das Vluyner Gebäude und können das städtische Gebäude verkaufen oder vermieten", sagt Martin. Alexandra Gorres spricht von einer "unglaublich guten Gelegenheit, die wir nutzen sollten". Der Antrag wurde in Reihen der Neukirchen-Vluyner Liberalen kontrovers diskutiert. "Das gibt Ärger", prophezeit der Parteichef Norbert Wehren. "Wir müssen sparen, und das ist nun einmal schmerzhaft", sagt der Fraktionsvorsitzende Norbert Gebuhr. Noch nicht geklärt haben die FDP-Politiker, wie die anderen Fraktionen im Stadtrat zu diesem Vorschlag stehen.
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