Neukirchen-Vluyn: Chor aus Australien tritt in Vluyn auf
VON HERIBERT BRINKMANN - zuletzt aktualisiert: 12.01.2008Neukirchen-Vluyn (RPO). Heute haben sie nach dem langen Flug von Australien über Dubai nach Düsseldorf noch mit dem Jetlag zu tun. Morgen werden sie bereits ihren ersten Auftritt haben: Die 17 Aktiven des bekannten australischen Chores New I Voci Singers beginnen am Niederrhein ihre zweite Deutschland-Tournee. „Schuld“ daran hat der Bruder von Kurt Best, heute stellvertretender Bürgermeister. Günter Best lebt seit den 50er Jahren als Uhrmacher und Goldschmied im westaustralischen Perth. Dort hatte er sich mit John Christmass, dem Gründer und Chorleiter von New I Voci, angefreundet. Als der Perther Chor 2004 erstmals nach Europa aufbrach, vermittelten die Best-Brüder einen besten Start der Chor-Tournee in Neukirchen-Vluyn. Alle Konzerte waren überfüllt.
Ausgebildete Profisänger
Den Erfolg wollen die jungen Sänger, allesamt ausgebildete Profis, wiederholen – oder gar überbieten. Für ihre Tournee haben die jungen Australier extra ein „german program“ einstudiert, also Schubert, Bruckner und Mozart neu mit aufgenommen. Der Chor deckt eine enorme Bandbreite ab. Er scheut nicht vor traditionellen Volksweisen und Gospeln zurück, studiert schwierige klassische Chorliteratur von Puccini bis Berlioz ein und kommt entspannt mit populären Titeln wie „Blue Moon“ und „Summertime“ daher. Franjo Terhart, Kulturbeauftragter der Stadt, hat sich auch „Waltzing Mathilda“ gewünscht, die „heimliche Nationalhymne“ der Australier. Spontan neu aufgenommen wurde der Auftritt morgen um 19.30 Uhr in der Kirche St. Hubertus in Schaephuysen. Am Montag gibt der Chor Bürgermeister Bernd Böing ein Ständchen beim Empfang im Rathaus. Wie vor vier Jahren treten die australischen Sängerinnen und Sänger auch wieder in der Dorfkirche in Repelen auf. Dort beginnt das Konzert am Dienstag, 15. Januar, um 19 Uhr. Und am Donnerstag, 17. Januar, ist der Chor dann um 19.30 Uhr in der evangelischen Dorfkirche in Vluyn zu hören. Zu allen Konzerten ist der Eintritt frei, am Ausgang wird um Spenden gebeten.
Alle 17 Aktiven sind bei Gastfamilien des Chores Univoice untergebracht. Abstecher nach Köln, Xanten und Zons („down under“ steht man auf Fachwerkhäuser) runden das Programm ab. Am Freitag geht es vom Duisburger Hauptbahnhof weiter. Die nächsten Stationen sind Magdeburg, Berlin, Nürnberg und Rothenburg.
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