Moers: Das ist Shortys Band
VON CHRISTIAN SCHROEDER - zuletzt aktualisiert: 08.12.2007Moers (RPO). Das Popstars-Finale in Köln war auch der erste große Fernseh-Liveauftritt für Shorty aus der Tanzformation. In die Band „2012“, mit der er jetzt auf Tour geht, schafften es Sascha, Julian, Cristobal und Tialda.
Tour-Beginn
Auf der CD von „Room 2012“ spielen die Tänzer um Shorty keine Rolle, wohl aber auf der Tour, die noch vor Weihnachten beginnt. Am 20. Dezember treten die Popstars in Bochum im „Prater“ auf, am 22. Dezember in Mitterteich in der Diskothek Live Club, am 23. Dezember dann in Weiden im „W 2“.
köln/neukirchen-vluyn Manchmal träumt Shorty nachts, dass er wieder rausgeflogen ist aus der Show. Aber die Träume sind dem 20-jährigen Neukirchen-Vluyner egal. „In echt bin ich ja drin“, sagte er vorgestern, Arm in Arm mit Moderator Oli Petszokat, ganz am Anfang des dreieinhalbstündigen Live-Finales der Pro Sieben-Casting-Show Popstars in Köln. Shorty, der über 3000 Kilometer ist hin und hergereist für die Show und sich nach diversen Rauswürfen immer wieder ins Team zurückgekämpft hat, ist eine der herausragenden Figuren der sechsten Staffel – aber um ihn und die anderen bereits in die Endformation gewählten Tänzer ging es vorgestern im Studio von „Brainpool TV“ weniger.
Cristobal jubelte zuerst
Nach und nach benannte die Jury um Detlef D. Soost die männlichen Mitglieder der Popstars-Band „Room 2012“. Zuerst wurde dem 20-jährigen Cristobal aus Oberts-hausen der symbolische Schlüssel umgehängt, danach durfte Sascha (23) aus Dortmund jubeln. Der dritte und letzte junge Mann in der Band ist der 20-jährige Sascha aus Netphen bei Siegen. Der dunkelhäutige Norman aus Amsterdam schied im dramatisch inszenierten Schluss-Duell aus.
Einen niederländischen Part gibt es in „Room 2012“ aber dennoch, denn die Fernsehzuschauer wählten die 22-jährige Tialda aus Haarlem in die Band und entschieden sich gegen die kleine Marcella aus Unterfranken. Die genauen Abstimm-Verhältnisse erfuhren die Fernseh- und Studiozuschauer nicht: Bereits Sekunden nach Ende des Votings erschien die extrem aufgedrehte Nina Hagen auf der Bühne mit einem Briefumschlag, in dem alleine der Siegername stand. Überraschend auch, dass die eben erst zusammengestellte Band sogleich perfekt miteinander harmonierte. Die Popstars-Maschinerie bereitet alle Möglichkeiten exakt vor. Auch vom Debütsong „Haunted“ wurden bereits mehrere Videokombinationen gedreht, damit das Video kurz nach dem Finale veröffentlicht werden konnte. Die CD erscheint bereits am 14. Dezember.
Undurchsichtig
Hat man als TV-Zuschauer bereits den Eindruck, die dreiköpfige Jury treffe ihre Entscheidungen keinesfalls spontan nach den Auftritten der Kandidaten, so konnte man im Studio noch deutlicher erkennen, dass die geschliffenen Beurteilungen und Hinhalte-Phrasen („In wenigen Augenblicken wird für einen der Traum Wirklichkeit werden...“) von Spickzetteln abgelesen wurden. Das Murren der Studiogäste über die dauernden Einspieler und Werbepausen war groß. Allerdings bescherten die Unterbrechungen den Live-Zuschauern auch einige Einblicke, die im Fernsehen nicht zu sehen waren: Als Film-Ausschnitte des eben ausgeschiedenen Norman gezeigt wurden, stand dieser allein auf der Bühne – und der einzige Mensch im Publikum, der aus Solidarität ebenfalls stand, war die vor dem Finale ausgeschiedene Kandidatin Jenny. Und beim Live-Song von Tialda tauchte Detlef D. Soost kurz hinters Sofa ab, wo eine Box mit Taschentüchern zum Schneuzen stand.
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