Kamp-Lintfort: Das Kind in der Krippe
VON JUTTA LANGHOFF - zuletzt aktualisiert: 27.11.2009Kamp-Lintfort (RPO). Das Museum Kloster Kamp präsentiert ab Samstag eine Krippenausstellung. Zu sehen sind Krippen des Hobbybastlers Jörg Holzhauer aus Lintfort und des Essener Sammler-Ehepaares Anneliese und Bernhard Kappert.
Im Kamp-Lintforter Kloster-Museum weihnachtet es. Ab Samstag sind dort in einer über drei Räume verteilten Ausstellung bis einschließlich 10. Januar rund 70 verschiedene, kunsthandwerkliche Krippen des Kamp-Lintforter Hobbybastlers Jörg Holzhauer und des Essener Sammler-Ehepaares Anneliese und Bernhard Kappert zu sehen. Während Jörg Holzhauers Krippen allesamt von ihm selber und seinem Nachbarn Thomas Grusemann gebaut wurden, stammen die Exponate der Kapperts aus den unterschiedlichsten Gegenden Polens, wo sie von dort heimischen Künstlern und Kunsthandwerkern in teilweise lange überlieferter Weise gebaut und geschnitzt worden sind. Entsprechend vielfältig sind ihre Formen. So zeigt dieser Teil der Ausstellung neben der klassischen Stallversion auch flächige Schnitzbilder, einzelne Holzskulpturen des heiligen Elternpaares mit Kind und sogar ein rund 70 Zentimeter hohes, pyramidenförmiges Relief, auf dem in drei Etagen außer der Geburt auch die Kreuzigung und Auferstehung Jesu dargestellt sind.
Eröffnung
Die Krippen-Ausstellung von Jörg Holzhauer und dem Ehepaar Anneliese und Bernhard Kappert ist vom 27. November diesen Jahres bis zum 10. Januar im Kamp-Lintforter Kloster-Museum, Abteiplatz 13, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 und Sonntag und feiertags von 11 bis 18 Uhr.
Polnische Krippen
Die Mehrzahl der polnischen Krippen erzählen die Weihnachtsgeschichte jedoch in der gewohnten vollständigen Szenerie aus Hirten, Engeln, Ochs' und Esel, sowie den Heiligen drei Königen, wie sie dem gerade geborene Jesuskind und seinen Eltern in ihrer Stallherberge huldigen. Dabei bestechen viele der Figuren durch ihre bäuerliche Schlichtheit und folkloristische Farbgebung. Auch Jörg Holzhauer hat bei der Auswahl seiner Ausstellungstücke auf Vielseitigkeit gesetzt. "Das ist doch das Schöne daran, dass sie alle anders aussehen", findet er. Der inzwischen pensionierte Vollzugsbeamte baut schon seit 30 Jahren Krippen, die letzten fünf Jahre davon mit Nachbar Grusemann zusammen.
Szenische Details
Die Vorlagen für seine Arbeiten findet er hauptsächlich in Büchern, wobei er allerdings die Figuren nicht selber macht, sondern sie auf Märkten oder im Internet kauft. Seine in der Ausstellung im Museum Kloster Kamp gezeigten Krippen bezaubern vor allem durch ihre immer wieder anders gestalteten und mit zahlreichen szenischen Details bereicherten Ställe, von denen der kleinste in einen Schuhkarton passt und der größte eine Grundfläche von knapp anderthalb Quadratmetern hat und mit seinen von Tochter Elke bemalten Betonguss-Figuren sogar wettertauglich ist.
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