Kamp-Lintfort: Das neue Hedwig-Heim
VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 13.03.2009Kamp-Lintfort (RPO). Sobald das Caritas-Senioren-Zentrum St. Josef im Sommer eröffnet hat, geht der Caritasverband bereits das nächste Bauvorhaben an: Das St.-Hedwig-Altenheim an der Sandstraße wird umgebaut und auf modernsten Stand gebracht.
Mit rund 18 Monaten Bauzeit rechnet Caritas-Geschäftsführer Henric Peeters: "Wir werden den Umbau abschnittsweise vornehmen, damit die Bewohner nicht allzu sehr gestört werden." In diesen 18 Monaten soll ein modernes Altenheim entstehen, das den heutigen und zukünftigen Ansprüchen gerecht wird: das Altenheim der Zukunft sozusagen. "Den Fokus liegt auf dem Aspekt Wohnen", betont der Caritas-Geschäftsführer.
Derzeit 126 Senioren
Das St.-Hedwig-Haus wurde vor 20 Jahren erbaut, seine Bewohner sind heute überwiegend in Doppelzimmern untergebracht. Das soll sich ändern: "Wir wollen die Quote in diesem Haus deutlich ändern und mehr Einzelzimmer schaffen", erläuterte Peeters gestern im Beisein der Architekten und Ingenieure. Derzeit beherbergt das Haus an der Sandstraße 37 insgesamt 126 Senioren. Nach dem Umbau stehen nur noch 86 Plätze zur Verfügung.
St. Hedwig und St. Josef
Das St.-Hedwig-Haus an der Sandstraße 37 wurde vor 20 Jahren erbaut. Das neue Caritas-Seniorenzentrum St. Josef an der Moerser Straße West soll zum 1. Juli in Betrieb gehen. Die Küche des Hedwig-Hauses versorgt auch die Bewohner von St. Josef.
Wer dem Caritasverband Moers-Xanten einen Lagerraum zur Verfügung stellen kann, erreicht die Caritas unterTel. 0 28 41 9 01 00.
Ein Großteil der Bewohner des St.-Hedwig-Hauses werden im Sommer ins neu errichtete Seniorenzentrum St. Josef an der Moerser Straße West übersiedeln. Laut Henric Peeters hätte der Caritasverband für diese Veränderungen eigentlich noch zehn Jahre Zeit: "Bis 2018, so die gesetzlichen Vorgaben, sind Doppelzimmer noch erlaubt." Der Caritasverband wolle trotz des enormen Aufwands schneller reagieren. "Es wird für uns eine große Herausforderung, da unser Kostenrahmen sehr eng ist", erläuterte der Geschäftsführer und rechnet mit Kosten in Höhe von rund 3,8 Millionen Euro. "Das ist ein finanzieller Kraftakt", betont Peeters. Es soll künftig nicht nur eine größere Anzahl von Einzelzimmer zur Verfügung stehen. Auch die Nasszellen werden renoviert. Jedes Zimmer wird mit einer eigenen Dusche ausgestattet. Der Umbau des Altenheims verfolgt auch in der Betreuung der Senioren ein neues Konzept. "Bislang werden die Bewohner je nach Wohnbereich mit bis zu 42 Personen pro Etage betreut", erläutert Fachbereichsleiterin Christa Lietzow. Demnächst will man im Hedwig-Haus in fünf Gruppen zwischen elf und 14 Personen betreuen. Im Umbau des Hauses inbegriffen sind auch Infrastrukturmaßnahmen wie zum Beispiel Elektro- und Heizungsbau. Auch die Zuwegung zum Haus werde verändert.
Um den Umbau zu bewältigen, sucht der Caritasverbandgünstige Lagerräume, in denen die Möbel in der Renovierungszeit untergebracht werden können. Außerdem plant das Haus einen Basar im Juni, auf dem Deko-Artikel, Kleinmöbel, Bücher und mehr gegen eine kleine Spende abgeben werden. "Es sind Sachen, die zu schade zum Wegwerfen sind, aber künftig nicht mehr gebraucht werden. Mit dem Geld wollen wir für unsere Bewohnern ein kleines Event veranstalten", sagt Christa Lietzow.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




