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Rheurdt: Demo gegen Bad-Schließung

VON CHRISTIAN SCHROEDER - zuletzt aktualisiert: 31.08.2010

Rheurdt (RPO). Die DLRG will am 13. September durch Rheurdt ziehen und für den Erhalt des Hallenbades demonstrieren. Weil die Gemeinde sparen muss, steht die Stilllegung des Hauses zur Diskussion.

Das Hallenbad Rheurdt hat auch einen Außenliegebereich.   Foto: RPO
Das Hallenbad Rheurdt hat auch einen Außenliegebereich. Foto: RPO

Die Stunden des Rheurdter Hallenbades scheinen gezählt. Zwar schlägt die CDU auch Alternativkonzepte vor, um im Bereich Bad 200 000 Euro jährlich einzusparen, doch wird es wohl darauf hinauslaufen, dass das Hallenbad komplett schließt. Die FDP will das schon seit längerer Zeit. Die SPD möchte das Hallenbad am liebsten erhalten – genauso wie die DLRG, die nun eine große Unterschriftenliste gestartet hat: "Das Hallenbad ist für uns von großer Bedeutung. Wir sind ein sehr aktiver Verein, der erfolgreich an vielen Wettkämpfen teilnimmt und vielen Kindern das Schwimmen lehrt, was heutzutage gar nicht selbstverständlich ist", sagt Kerstin Deselaers von der DLRG-Rheurdt.

Info

Die Demo

Die Demo am Montag, 13. September, wird wohl vor dem Hallenbad beginnen. Die Demonstranten ziehen dann durch dem Ort bis zum Burgerpark, wo eine Art Abschlussveranstaltung geplant ist.

Viele Nutzer

Neben der DLRG Rheurdt nutzen aber auch noch weitere Ortsgruppen – nämlich aus Kerken und Issum-Sevelen – das Hallenbad. Für diese Gruppen würde ebenfalls der Mittelpunkt des Vereins wegbrechen. Zudem finden VHS-Kurse statt, die eher die ältere Bevölkerung ansprechen, so dass das Hallenbad für alle Altersstufen von Bedeutung ist, merkt Kerstin Deselaers an. "Als ersten Schritt haben wir nun eine Unterschriftenaktion in Angriff genommen sowie eine große Demo für den 13. September um 17 Uhr geplant", informiert sie. Die DLRG möchte erreichen, dass die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Hallenbades aufgeschoben wird – "was uns mehr Zeit schaffen würde, intensiv an konkreten Alternativkonzepten zu arbeiten", meint Deselaers. "Es gibt durchaus Möglichkeiten, bei deutlicher Senkung des jährlichen Zuschussbedarfs, das Bad weiter zu betreiben." Sie verweist auf das Beispiel Alpen, wo es seit 16 Jahren ein funktionierendes Alternativkonzept geben würde.

303 Mitglieder

Die DLRG Rheurdt-Schaephuysen wurde 1973 nach der Hallenbaderöffnung von beiden Ortsteilen Schaephuysen und Rheurdt gegründet. Da es keinen großen Badesee im Gemeindegebiet gibt, ist das Bad die einzige Trainingsmöglichkeit. Anfang des Jahres zählte der Verein 303 Mitglieder, davon waren 162 bis 14 Jahre alt, also Kinder und Jugendliche.

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 Foto: RPO
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Quelle: RP

 
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