Kamp-Lintfort: Der Dritte im Bunde
zuletzt aktualisiert: 08.01.2011Kamp-Lintfort (RPO). Thomas Schulz verstärkt seit Dezember als Vicarius Cooperator das Pastorenteam von St. Josef in Kamp-Lintfort. Er kommt aus Coesfeld und war zuletzt in Neubeckum.
Thomas Schulz ist der neue Vicarius Operator in der Gemeinde St. Josef in Kamp-Lintfort. RP-Mitarbeiterin Janina Schulze sprach mit dem gebürtigen Coesfelder über seine Ziele und Pläne im neuen Amt.
Stellen Sie Sich dich bitte einmal kurz vor?
Thomas Schulz Ich in 47 Jahre alt und komme gebürtig aus Coesfeld, wo meine Eltern und meine drei Geschwister mit ihren Familien auch heute noch wohnen.
Wie sind Sie hierher gekommen?
Schulz Seit dem 13. Dezember bin ich als Vicarius Cooperator im Seelsorgeteam der Gemeinde Sankt Josef tätig, nachdem ich vorher 13 Jahre als Pfarrer in drei Ortsteilen der Stadt Beckum wirkte, unter anderem auch in einer St-Joseph-Gemeinde. Die leitende Stelle nahm jedoch viel Zeit und Kraft in Anspruch und ich wollte mich gerne wieder mehr auf meine seelsorgerischen Aufgaben konzentrieren. Deshalb bin ich sehr froh, dass der Bischof meinem Wunsch entsprach und mich in Lintfort als einen von drei Priestern einsetzte. Pfarrer Rieger kannte ich schon etwas, da unsere bisherigen Gemeinden Nachbargemeinden waren. Nachdem ich das komplette Pastoralteam hier kennenlernte, fiel mir die Entscheidung für Kamp-Lintfort nicht schwer.
Sie waren vorher Pfarrer in Neubeckum. Wie ist es nun, zusammen mit drei anderen Pfarren zu arbeiten?
Schulz Ich bin es von meinen bisherigen Aufgaben als Kaplan oder Pfarrer gewohnt im Team zu arbeiten mit Priestern, Pastoralreferenten und weiteren Mitarbeitern. Ich sehe es als Bereicherung an, weil so verschiedenste Fähigkeiten zusammenkommen.
Vielleicht können Sie den Lesern kurz erklären, was ein Viacarius Cooperator ist?
Schulz Schon in den ersten Tagen meines Wirkens haben mich viele gefragt, wie sie mich ansprechen sollen. Ein Vicarius Coperator ist ein Priester, der alle priesterliche Aufgaben in der Gemeinde wahrnehmen kann, aber eben nicht Gemeindeleiter ist und somit in Abstimmung (Cooperation) mit dem leitenden Pfarrer seinen Dienst tut. Dabei darf man mich gerne auch mit Pastor ansprechen, was ja so viel wie Hirte oder auch Seelsorger heißt.
Was sind nun Ihre persönlichen Ziele in der neuen Gemeinde?
Schulz Die Kirche verändert sich bei uns zur Zeit sehr stark. In einer solchen Zeit zu wirken, ist nicht immer einfach, aber zugleich spannend. Ich möchte einen Beitrag dazu leisten, das Evangelium heute so zu verkünden und zu leben, dass es für suchende Menschen von heute Lebenshilfe und Orientierung werden kann.
Wie ist Ihr Eindruck von Kamp-Lintfort? Fühlen Sie Sich wohl am Niederrhein?
Schulz Nachdem ich im westlichen und östlichen Münsterland, sowie im Ruhrgebiet tätig war, freue ich mich jetzt darauf, den Niederrhein kennen zu lernen. In Beckum war ich am östlichen Rand unseres Bistums eingesetzt und jetzt am westlichen Rand. Mein erster Eindruck war, dass in Kamp-Lintfort das Ruhrgebiet in den Niederrhein übergeht und diese Mischung finde ich sehr spannend. In den ersten Wochen habe ich hier in der Stadt schon sehr viele freundliche und engagierte Menschen kennengelernt.
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