Moers: Ein bisschen Wies’n auf dem Kö
VON STEPHAN MÜNDGES - zuletzt aktualisiert: 02.10.2006Moers (RPO). Am Wochenende fand der Moerser Herbst statt. Ein vielseitiges Programm, viele Trödelstände und zum ersten Mal auch ein bayrischer Biergarten lockten laut Veranstalter bis zu 200 000 Besucher in die Innenstadt.
Wer braucht schon das Münchener Oktoberfest, wenn es den Moerser Herbst gibt? Das dachten sich wohl Tausende von Besuchern, die das ganze Wochenende über in die Moerser Innenstadt strömten. Die Veranstalter sprachen von bis zu 200 000 Besuchern.
Premiere feierte dieses Jahr ein bayrischer Biergarten, der auf dem Königlichen Hof aufgebaut wurde. Zwar ging es etwas ruhiger zu als in einem Münchener Bierzelt, aber Organisator Ulrich Gies von der Aktivgemeinschaft Moers war sich sicher: „Unser Oktoberfest ist bei den Leuten gut angekommen.“ Neben dem bayrischen Feeling lockte außerdem ein Kunsthandwerkermarkt, auf dem Kupferschmiede, Tischler und Korbflechter ihre traditionell gearbeiteten Produkte anboten.
Besucherzahlen
Die Veranstalter des Moerser Herbstes sprechen von bis zu 200 000 Besuchern verteilt über das gesamte Wochenende. Veranstalter Ulrich Gies dazu: „Die Stadt ist voll.“ In dieser Woche will Gies eine Umfrage unter den Einzelhändlern in der Innenstadt durchführen, um den Erfolg des Moerser Herbstes abzuschätzen.
Kunsthandwerk und Schlagerstars
Auf der Hauptbühne am Neumarkt sorgte der Schlagersänger Olaf Henning am Sonntag für den musikalischen Höhepunkt des Wochenendes. Auch am Freitag und Samstag hatten bereits Schlagersänger und eine Popgruppe das Publikum unterhalten. Viele Trödelstände, eine Autoshow und unzählige Imbiss- und Getränkestände luden zum Bummeln ein.
Einen besonderen Service boten die Malteser der Grafschaft an: In Zusammenarbeit mit der Apotheke Glockenbaum konnten sich Interessierte gratis den Blutdruck und den Blutzucker messen lassen. „Wir machen das jetzt schon seit mehreren Jahren“, erklärte Anke Reulen von den Maltesern. Über eintausend „Patienten“ testeten die Malteser an einem Wochenende. „Das Interesse geht durch alle Altersstufen“, so Reulen. Der Test könne helfen, kleinere Unregelmäßigkeiten festzustellen. Reulen bescheinigte den Besuchern des Moerser Herbstes aber eine gute Gesundheit: „Bei fast allen getesteten Personen ist alles im grünen Bereich.“
Während das Fest noch im vollen Gange war, wagte Veranstalter Gies schon einmal den Blick in die Zukunft: „Wir werden weiter experimentieren.“ So solle der Standort der Gastromeile besser auf den Biergarten abgestimmt werden. „Die Leute sollen in Zukunft zuerst durch die Gastromeile gehen und sich dann im Biergarten entspannen können“, erläuterte der Vorsitzende der Aktivgemeinschaft seine Pläne. Noch steht allerdings nicht fest, ob die Aktivgemeinschaft den Moerser Herbst nächstes Jahr veranstalten wird. Schließlich steht bei der Stadtverwaltung für 2007 die Gründung des Stadtmarketings an. Ulrich Gies signalisierte bereits Kompromissbereitschaft und Wille zur Zusammenarbeit.
„Wenn wir mit den Plänen des Stadtmarketings zufrieden sind, dann werden wir den Moerser Herbst eins zu eins übergeben.“ Schließlich sei das Konzept eines Stadtmarketings eine Notwendigkeit. „Die Aktivitäten müssen gebündelt werden“, meinte Ulrich Gies.
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