Kamp-Lintfort: Ein Fest für alle
VON TIMO STEPPAT - zuletzt aktualisiert: 14.09.2010Kamp-Lintfort (RPO). Das beliebte und gut besuchte Familienfest der Geschäftsleute im Geisbruch bot wieder ein vielfältiges Programm auf. Nur die Suche nach dem "Super-Hund" gestaltete sich dann doch schwieriger als erwartet.
Wer am Samstag das Geisbruch-Fest ansteuerte, für den war das Fahrrad wohl das geeignete Verkehrsmittel. Das Gebiet um die Ferdinantenstraße war komplett gesperrt. Busse und Autos mussten andere Wege nehmen. Früh waren die umliegenden Straßen zugeparkt, besonders mit Autos von weiter her. Der Grund dafür: Längst ist das Fest auch über die Grenzen Kamp-Lintforts hinweg bekannt.
Mit den Jahren gewachsen
Die Veranstalter, die Mitglieder des Werberings Geisbruch, boten ein buntes Familienprogramm mit Klettergarten, Hüpfburgen und einer kleinen Eisenbahn. "Das Fest ist mit den Jahren gewachsen", berichtete Christine Utermöhlen. Seit den Anfängen des Festes vor acht Jahren ist sie für die Organisation zuständig. Inzwischen ist es nicht nur die Ferdinantenstraße, auf der Trödler ihre Stände aufbauen und Geschäftsleute mit besonderen Attraktionen Besucher anlocken, sondern auch die nahe gelegene Schulstraße.
Das nächste Fest
Im Herzen Kamp-Lintforts veranstaltet die Werbegemeinschaft am 2. und 3. Oktober das traditionelle große Kamp-Lintforter Stadtfest. Erstmalig wird es in diesem Jahr Programm auf fünf Bühnen geben. Für Unterhaltung sorgen unter anderem "Full House", "Five4Live", "Rolling Stones Tribute Band", "Lucy in the Sky – Beatles Tribute Band" und die "Ruhrpottsteirer".
Die ansässigen Vereine haben einen festen Platz beim Geisbruch-Fest. Dazu zählte der Rennsport-Verein Scuderia, der auf der Schulstraße eine große Rennstrecke aufgebaut hatte. Geübte Fahrer konnten auf Karts durch den Parcours rasen, für die Kleinsten standen Bobby-Cars bereit. Aus dem Geldtopf des Werberings wurde ein mobiler Kinder-Hochseilgarten finanziert. In zwei Metern Höhe konnte gegen kleines Geld professionell geklettert werden. "Das ist höher, als man denkt", erzählte die 13-jährige Selina nach ihrem ersten Kletterversuch. "Macht aber Spaß", ergänzte sie. Über schwingende Holzbalken und dünne Seile mussten sich die Kletternden hinweg bewegen und konnten lediglich an den spärlichen Befestigungen Halt finden. Hinfallen konnte trotzdem keiner: Für den Notfall wären sie mithilfe eines Sicherheitsgeschirrs abgefangen worden. Der TUS Lintfort bot Kinderschminken an und der "Geisbruch-Express", ein kleiner Zug für Kinder, fuhr in kurzen Abständen durch den Ortsteil. Elke Schönfeld hatte ihren Keller entrümpelt. Alte Bücher, Schallplatten, Spielzeug und "Tinnef", wie sie selbst sagte, konnte man an ihrem Stand kaufen. Das Geschäft lief gut.
Während des gesamten Tages gab es ein Bühnenprogramm. Morgens trat "Twelve Singing", der Chor der Unesco-Schule auf, später gaben sich die Musiker der "Melodie-Band" die Ehre. Ein skurriles Highlight war die Wahl des "Geisbrucher Superhundes". Die Tiere sollten eine Jury mithilfe von erlernten Tricks überzeugen. "Leider waren alle acht Hunde zu aufgeregt", berichtete Günter Neu. So wurde lediglich das Aussehen der Tiere bnewertet. Gekürt wurde den Australian Shepherd Yoda. Besitzer Tim Goebl gewann ein professionelles Fotoshooting für seinen Vierbeiner.
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