Kamp-Lintfort: Ein lauter Geburtstag
VON STEPHAN MÜNDGES - zuletzt aktualisiert: 03.09.2007Kamp-Lintfort (RPO). Der Jugendkulturverein ka-LIBER feierte am Freitag mit einem Aktionstag sein fünfjähriges Bestehen. Höhepunkt war ein Musikfestival, bei dem sowohl lokale wie auch internationale Bands auftraten.
Zum fünften Geburtstag hatte das Team des ka-LIBER Kulturvereins, geleitet von der Geschäftsführerin Alexa Heyder, eine Premiere zu bieten: Im und vor dem alten Rathaus fand am Freitagabend das erste internationale Jugendfestival mit neun Bands statt. Um 19.30 Uhr gab die Punkband „Dr. Savage“ aus Straelen mit dem „ka-LIBER Song“ auf der Open-Air Bühne vor dem alten Rathaus den Startschuss.
Das Lied hatte die Band bereits nach ihrem ersten Auftritt im Dezember 2006 geschrieben. „Wenn man zum ersten Mal in einer Stadt spielt, wo die Leute die Band nicht kennen, ist die Reaktion des Publikums eher verhalten“, erklärte Uli, Sänger und Bassist der Band, die Entstehungsgeschichte des Liedes. Aber im ka-LIBER sei das vollkommen anders gewesen. „Die Stimmung war direkt super.“ So kündigte die Band schon während des Auftrittes halb im Scherz an, einen ka-LIBER Song zu schreiben. Aus Spaß wurde Ernst, und das ka-LIBER bekam eine eigene Hymne.
Nach den Straelenern spielte „The Bonny Situation“, eine Duisburger Metal-Pop-Band. Headliner des Abends war die Band „Jerx“. Die Grazer feiern in ihrer Heimat Österreich momentan viele Erfolge. Nur durch Kontakte der anderen Bands sei es dem Kulturverein möglich gewesen, das Quintett, das nur für wenige Konzerte in Deutschland gastiert, zu engagieren, so Geschäftsführerin Alexa Heyder.
Um 23 Uhr verlagerte sich das Konzert dann von der Open-Air Bühne in das alte Rathaus. „Wir werden fünf Jahre alt, also dachten wir uns, feiern wir bis fünf Uhr morgens“, erklärte Alexa Heyder das Motto der Rocknacht. Auf der Bühne heizten die Bands „Dynamite Kiss“ aus Duisburg, „Subfuel“ aus Moers, „moron mafia“ aus Essen, „Solange es geht“ aus Dortmund, „amp to eleven“ aus Selm und als zweiter Headliner die „Rock ’n Roll Pushers“ aus dem italienischen Verona den Zuschauern ein.
Für „Dr.Savage“-Sänger Uli stand der Erfolg des Festivals außer Frage. „Wie viele Kids hängen abends auf der Straße rum und wissen nicht, was sie machen sollen?“ Solch ein Festival und eine Einrichtung wie das ka-LIBER seien wichtig, um Kindern und Jugendlichen mehr Abwechslung zu bieten. Auch Alexa Heyder war sich sicher: „Mit diesem Festival bieten wir den Jugendlichen etwas ganz Besonderes.“ Allerdings wolle man sich mit dem Konzert auch an ein älteres Publikum wenden.
Angebot ausbauen
„Normalerweise ist unser Publikum zwischen 14 und 18 Jahren alt“, so die Geschäftsführerin. Aber zum Festival habe man auch bewusst Sponsoren, Eltern und Vertreter der Politik eingeladen. „Wir erhoffen uns durch diese Aktion natürlich auch eine gewisse Außenwirkung auf die Leute“, erklärte Heyder. Schließlich wolle man das Angebot weiter ausbauen, um auch in den nächsten fünf Jahren den Jugendlichen ein vielseitiges Angebot bieten zu können.
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