Moers: Ein Moerser Leuchtturm
VON HERIBERT BRINKMANN - zuletzt aktualisiert: 02.02.2008Moers (RPO). RVR-Betriebsausschuss Ruhr Grün tagte gestern im Neuen Rathaus in Moers und besuchte anschließend sein Großprojekt „Geleucht“ von Otto Piene auf der Halde Rheinpreußen.
Auf dem erhöhten Podest der Verwaltungsbank im Sitzungssaal des Neuen Rathauses kam sich Vorsitzender Klaus Diekmann (CDU Essen) „fast als Elferrat“ vor. Aber auch ohne Narretei geht es im RVR-Betriebsausschuss Ruhr Grün harmonisch zu. Diekmann schätzt „das Miteinander statt Gegeneinander“. Außer der Grünen Elisabeth Hanke-Beerens (Kreis Wesel) und Dirk Hooymann von der Moerser Linken war kein Zuhörer aus Moers dabei.
Ab Mai ist die Halde Rheinpreußen in Moers auf der Autobahn und anderen Zufahrten als Bestandteil der Route Industriekultur ausgeschildert. Diese gute Nachricht hatte der Betriebsausschuss der eigenbetrieblichen Einrichtung RVR Ruhr Grün im Gepäck. Für den Landschaftspark Niederrhein mit den drei Halden will der RVR 3,1 Millionen Euro aufbringen, 80 Prozent davon sind Zuschüsse des Landes. Auf der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn wird die Startrampe für die Drachenflieger auf 2008/2009 verschoben. Das Hallenhaus wurde bereits 2006 errichtet, die Himmelsleiter Ende 2007. Da die Himmelsleiter teurer als veranschlagt wurde, mussten mit Genehmigung der Bezirksregierung Mittel aus 2008 vorgezogen werden. Das bedeutet, dass in diesem Jahr auf Norddeutschland nicht viel passiert. Elisbath Hanke-Beerens (Grüne) regte allerdings an, einen Weg für die 300 Meter zwischen Treppe und Hallenhaus anzulegen. Während die Halde Rheinpreußen mit dem Geleucht fertiggestellt ist, gibt es für die Kinderspielfläche Drachenberg auf der Halde Pattberg bisher keinen Förderbescheid von der Landesregierung.
Der Sturm Kyrill am 18. Januar 2007 hat in Nordrhein-Westfalen einen Schaden an den Bäumen von 16 Millionen Festmetern verursacht. 80 Prozent der Schäden seien beseitigt. Aus dem Solidarfonds der EU erhielt NRW 95 Millionen Euro. Statt der veranschlagten 1,7 Millionen Euro konnte der RVR durch die Kyrill-Schäden Holz für 3,5 Millionen Euro verkaufen. Der Erlös geht in die Rücklage für Aufforstungen.
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