Moers: Einzelhandel: Moers top, Lintfort Flop
VON CHRISTIAN SCHWERDTFEGER - zuletzt aktualisiert: 02.12.2008Moers (RPO). Lange Schlangen an den Kassen, im Minutentakt ziehen die Verkäufer Kredit- und Geldkarten durch die Lesegeräte, geben Wechselgeld raus und hüllen Geschenke mit Weihnachtspapier ein. Der erste Adventssamstag bescherte den Moerser Einzelhändlern gute Geschäfte.
Trotz abschwächender Konjunktur und Finanzkrise war von Kaufzurückhaltung in der Grafenstadt am Sonnenabend nichts zu spüren, die Geldbörse saß bei vielen locker. „Die Frequenz war gut. Es wurde das gleiche Ergebnis erreicht wie im Vorjahr“, sagt Wilhelm Bommann, Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Niederrhein. Gründe für den guten Start ins Weihnachtsgeschäft seien unter anderem das gute Wetter und die verlängerten, kundenfreundlichen Öffnungszeiten gewesen. Auch das befürchtete Verkehrschaos blieb aus. Das Parkleitsystem habe sich bewehrt, Parkplätze seien ausreichend vorhanden gewesen, so Bommann.
Gefragt waren am ersten Adventssamstag besonders Winterkleidung und Lederwaren. Auch Spielwaren- und Elektrogeschäfte verzeichneten gute Umsätze. Für die nächsten Wochen bis Weihnachten rechnet der Experte mit keinem Einbruch der Kauflust.
Im Gegenteil: „Ich gehe davon aus, dass sich am zweiten oder dritten Adventswochenende die Umsätze noch erhöhen werden.“ Im Gegensatz zu den Nachbarstädten Kamp-Lintfort, Xanten, Duisburg und Oberhausen ist in Moers kein verkaufsoffener Sonntag bis Weihnachten geplant. Liefen in Moers die Geschäfte gut, brachte der erste „Weihnachtssamstag“ in der Klosterstadt nicht den erhofften Kundenansturm. „Es lief nicht unbedingt optimal. Aber das hat sich in den vergangenen drei bis vier Wochen schon abgezeichnet“, sagt Andreas Wiesner, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Kamp-Lintfort. Die Einzelhändler in der Bergbaustadt setzen ihre Hoffnungen in den am Donnerstag beginnenden Nikolausmarkt und den verkaufsoffenen Sonntag am zweiten Advent.
In Neukirchen-Vluyn lief das Weihnachsgeschäft ruhig an. „Wir sind zufrieden, aber es ist noch ausreichend Luft nach oben vorhanden“, sagt Harald Lenßen vom Werbering. Übrigens: Parken ist in Neukirchen-Vluyn umsonst.
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