Moers: Endspurt bei "Schüler lesen Zeitung"
zuletzt aktualisiert: 30.10.2008Moers (RPO). Nur vier Seiten dünn – aber vollgeschrieben von oben bis unten. Fotos? Fehlanzeige! Die erste jemals gedruckte Ausgabe der Rheinischen Post schindet Eindruck, denn die Zeitung vom März 1946 unterschiedet sich doch sehr von dem, was die Schüler in den vergangenen Wochen kennen gelernt haben.
Warum die RP damals so mager erschien, erklärte RP-Redakteurin Ilka Hahn gestern rund 40 Schülern und 20 Lehrern. Sie alle nehmen – wie rund 900 Schüler in der Region Moers – am Gemeinschaftsprojekt „Schüler lesen Zeitung“ von RP und Vodafone teil.
Gestern stand eine Feedbackrunde nach gut vier Wochen Projekt auf dem Programm. Über mögliche Artikel-Themen, die beste Recherche und die Umsetzung des Projekts im Unterricht diskutierten Lehrer und Schüler gemeinsam mit der Redaktion und Petra Wolff vom medienpädagogischen Partner Promedia.
Schülerin Mandy Kubale beispielsweise erzählte, dass sie sich vorher noch nie so intensiv mit der Zeitung beschäftigt habe. „Bisher habe ich mich über das Fernsehen informiert. Da war es jetzt richtig spannend, einmal den Kontrast zwischen Fernsehen und Zeitung zu erkennen.“ Für viele Jugendliche ist das tägliche Zeitunglesen eine ganz neue Erfahrung.
Die Schüler lernen während des sechswöchigen Projekts unter anderem, wie Artikel aufgebaut sind, welche Wirkung Fotos haben und was die Unterschiede zu anderen Medien sind. Und: Sie werden selbst zu Reportern. „Ich habe bin ein großer Fan von Tokio Hotel. Jetzt habe ich über die Band einen Artikel geschrieben“, sagt die 14-jährige Anouk Assadzadeh.
Die Jugendlichen haben bis Freitag, 14. November, Gelegenheit, ihre Artikel auf der Internetseite www.rp-online.de/slz hochzuladen. Die Texte werden sowohl im Netz als auch in einer speziellen Projektzeitung veröffentlicht. Diese liegt der RP am Donnerstag, 11. Dezember, bei.
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