Moers: Feuerwehr zum Anfassen
VON SIMON PAKE - zuletzt aktualisiert: 15.10.2007Moers (RPO). Mit einem Informationsstand auf der Steinstraße in der Altstadt präsentierten die Moerser „Blauröcke“ sich und ihre Arbeit und warben gleichzeitig für Nachwuchs. Die Besucher konnten zudem Einsatzfahrzeuge bewundern.
Das ganze Jahr rund um die Uhr ist die Feuerwehr Moers für die Bürger der Stadt da, um ihnen Hilfe zu leisten. Dafür benötigen die Blauröcke natürlich immer Nachwuchs.
Am Samstag präsentierte sich die Feuerwehr mit einem Stand auf der Steinstraße vor der evangelischen Kirche. Aber nicht nur zur Nachwuchsgewinnung standen die Wehrleute in der Fußgängerzone. „Wir wollen mit diesem Stand die Freiwillige Feuerwehr den Bürgern vorstellen“, so der hauptamtliche Wehrleiter Christoph Rudolph.
Sieben Löschzüge
Kindgerecht
Für Schulen und Kindergärten bietet die Feuerwehr Moers die Brandschutzerziehung an. Der Brandoberinspektor a.D. Heinz Steinkamp kommt dafür in die Lehrräume und erklärt kindgerecht die Arbeit der Feuerwehr und was bei einem Notfall zu tun ist.
Kontakt: Tel. 0 28 41/4 32 92
Dafür war nicht nur ein Stand ab zehn Uhr aufgebaut. Die Brandschützer hatten direkt ein paar ihrer Fahrzeuge mitgebracht. Eine Drehleiter ragte weit in den Himmel, und beim Tanklöschfahrzeug waren die Geräteräume offen, damit sich jeder, der wollte die Ausrüstung anschauen konnte. Wer in Moers mal mit der Feuerwehr zu tun hat, dürfte mit ziemlicher Sicherheit auch so einem Tanklöschfahrzeug begegnen, denn jeder der sieben freiwilligen Löschzüge in Moers und die hauptamtliche Wache mit den Berufsfeuerwehrleuten besitzen solch ein Fahrzeug. Meist fährt es als erstes Auto zu einem Alarm.
Es bietet sechs Feuerwehrleuten Platz und hat neben 2500 Litern Wasser, Schläuche, Atemschutzgeräte und Gerät zur technischen Hilfeleistung an Bord. Außerdem standen ein Mannschafts- und ein Schlauchwagen in der Innenstadt. Die Fahrzeuge kamen alle von unterschiedlichen Löschzügen, genau wie die Wehrleute, die am Stand waren. Sie stellten interessierten Bürgern die Brandschutzerziehung oder die Gerätschaften vor.
„Ohne Ehrenamt funktioniert es nicht“, weiß Rudolph. Zwar habe der allgemeine Abwärtstrend bei den Mitgliederzahlen die Feuerwehr Moers noch nicht erfasst – die Dachorganisation der Feuerwehren in Deutschland, der Deutsche Feuerwehrverband, spricht von einem jährlichen Mitgliederschwund von 50 000 – trotzdem sei Nachwuchs wichtig. „Wir sind immer froh um mehr Leute“, sagte Rudolph. Momentan stehen in Moers 290 ehrenamtliche Löscher bereit. Durch die demographische Entwicklung und dadurch, dass immer weniger Menschen von ihrem Beruf weg können, werde es für Feuerwehren zunehmend schwieriger. Aber nicht nur Pflicht und Einsätze stehen auf dem Programm, auch eine gute Kameradschaft und gemeinsame Unternehmungen bestimmen den Feuerwehralltag.
Infos zur Feuerwehr Moers und der Jugendfeuerwehr gibt es im Internet
unter www.feuerwehr-moers.de
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