Moers: Fliegen und schieben
VON SIMON PAKE (TEXT) UND KLAUS DIEKER (FOTOS) - zuletzt aktualisiert: 03.09.2007Moers (RPO). Die Fahrgeschäfte auf dem Volksfest werden immer anspruchsvoller und moderner. Simulationen wie etwa im „U 3000“ gibt es sonst nur in Freizeitparks. Brechend voll war es am Samstagabend vor allen Musikbühnen.
Bei „bestem Kirmeswetter“, wie Rudolf Edling, Vorsitzender des Moerser Schaustellervereins, es formulierte, strömten Tausende Besucher am Wochenende zur Moerser Kirmes. Vor allem Samstagabend war es gerammelt voll.
An fast keiner Stelle war es möglich, ohne Schieberei vorwärts zu kommen. Neben den großen Plätzen zogen vor allem die Live-Bühnen viel Publikum an. In Kombination mit den Verzehrständen und Partymusik herrschte vor den Bühnen am Kö, am Alt- und Neumarkt sowie am Bierhaus beste Stimmung.
Bei den neuen Attraktionen galt das Motto: Spaß durch Technik. In „U3000“, einer Tauchsimulationsanlage in Form eines U-Bootes, auf dem Kastellplatz saßen die Besucher in mehreren Reihen vor großen Bildschirmen und „tauchten“ in den Ozean hinab.
Die Fahrgäste wurden dabei je nach Situation durchgeschüttelt oder machten in den beweglichen Sitzen ein paar waghalsige Kurven mit. Sonst kennt man diese Art der Unterhaltung nur aus den festen Anlagen in Freizeitparks. Viele Zuschauer hatte auch „Move It“, ebenfalls auf dem Kastellplatz.
Die Kirmesbesucher wurden in ihren Sitzen durch die Luft und über Kopf gewirbelt. Hier war ein starker Magen angeraten. Eine Regenjacke aber auch. Denn immer mal wieder spritzte Wasser in die Sitzreihen.
Selbst bewegen konnten sich die Teilnehmer bei „Imagination“ der Firma Häsler aus München auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Mit einer Spezialbrille gingen sie durch futuristisch beleuchtete Gänge. Besonders wenn es durch von der Decke hängende beleuchtete Stangen ging, konnte man sich für kurze Zeit ganz in dem Erlebnis verlieren. Zum Schluss wartete noch ein sehr gut verkleideter Cyborg-Animateur und hatte noch die ein oder andere schreckhafte Überraschung parat.
Autogramm bestellen
Da hatte der S 04-Profi Heiko Westermann am Samstag wohl etwas zu viel Autogrammkarten mit nach Moers gebracht. Auf jeden Fall hat die Grafschafter-Redaktion noch etwa 20 handsignierte Karten über. Wer eine haben möchte, schickt bitte einen frankierten Rückumschlag an die Rheinische Post Moers, Homberger Straße 10, 47441 Moers. Die Wirte vom Altmarkt um Veljimir Cerovic, die Westermann eingeladen hatten, erwarten heute die nächsten Promi-Gäste aus dem Sportgeschehen: Die Zweitliga-Handballer von der HSG Düsseldorf werden gegen Mittag die Moerser Kirmes und den Altmarkt besuchen. Sicherlich geben sie auch Autogramme.
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