Moers: Für Felix und alle Kinder
VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 18.11.2010Moers (RPO). Dr. Klaus Eckhard war 35 Jahre lang Hausarzt in Kapellen. Nach seiner Pensionierung schrieb er das Kinderbuch "Paula, die Computermaus". Als Nächstes steht eine Lesung im Antiquariat Küpperbusch in Moers an.
Die Geburt von Felix war für Klaus Eckhard ein Impulsgeber. Felix, heute dreieinhalb Jahre alt, ist der Enkel des Mediziners, der mit dem Kinderbuch "Paula, die Computermaus" jetzt sein literarisches Erstlingswerk vorgelegt hat. "Ich habe Felix etwas von meiner Zeit gegeben und wollte gleichzeitig etwas schaffen, das Kinder an gute Literatur heranführt", betonte Eckhard bei der Präsentation im Antiquariat Küpperbusch in Moers. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der liebenswerte, kecke Junge Chico, dessen Freundin eine Computermaus mit Namen Paula ist.
Computermaus? "Warum nicht? Wenn ich als Erwachsener meinen Computer, nachdem er dreimal abgestürzt ist, beim vierten Versuch inständig bitte: Tu's doch endlich, also ein technisches Gerät zur Person mache, wie viel eher können Kinder mit ihrer ausgeprägten Fantasie und Imaginationskraft einen Alltagsgegenstand als Spielgefährten ansehen", sagt der Kinderbuchautor, der seinen Helden auf eine Reise nach Spanien schickt. Unterwegs erzählt ihm die Computermaus spannende und fantasievolle Geschichten. Chicos Reise gibt die Rahmenhandlung vor. Darin eingebettet sind insgesamt sieben Gute-Nacht-Geschichten für Kinder.
Lesung
Am Freitag, 26. November, 16 Uhr, liest Klaus Eckhard im Antiquariat Küpperbusch, Wilhelm-Schroeder-Straße 19, in Moers aus seinem Kinderbuch "Paula, die Computermaus". Der Eintritt kostet zwei Euro, Anmeldung unter Tel. 02841 92612. Das Kinderbuch ist im Mercator-Verlag erschienen und kostet 14,80 Euro.
ISBN 978-3-87463-479-3
Farbige Illustrationen
"Laura und der Lachspiegel zum Beispiel ist vom Typ Schnitzeljagd. Hinter dem Spiegel klebt ein vergilbter Brief, der einen Schatz verspricht", erzählt der Autor. Im Mittelpunkt einer anderen Geschichte steht ein Hut, der ganz merkwürdige Vorgänge bewirken kann: Sobald die hübsche Gärtnerin ihn zur Arbeit aufsetzt, verwandeln sich ihre schönen roten Backen, ihre Augen und ihr Mund in ein Männergesicht. Klaus Eckhard schreibt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Das Kinderbuch "Paula, die Computermaus" habe ausdrücklich keine pädagogischen oder gar moralischen Ziele, heißt es im Vorwort. Absicht sei, Kinder zu unterhalten und dazu Worte und Formulierungen zu verwenden, die nicht der Alltagssprache entstammen. "Es war mir wichtig, Worte und Wendungen zu verwenden, die der Fantasie der Kinder Raum geben, und auch solche Ausdrücke und Begriffe, die nur dadurch, dass man sie einmal gehört hat, späterer Bildung den Weg weisen können", sagt Eckhard.
Damit sich die Kinder ein Bild von Chico und seinen Abenteuern machen können, hat Klaus Eckhard das Buch von dem katalanischen Künstler Ignasi Blanch Gisbert mit farbigen Zeichnungen illustrieren lassen. "Er gehört zu den Künstlern, die einen Teil der Berliner Mauer, die East Side Gallery, mit ihren Werken bemalt haben. Ich habe ihn in Berlin besucht und gefragt, ob er Interesse hätte, mein Buch zu illustrieren", berichtet der Arzt, dessen Kinderbuch auch zum Teil autobiografische Züge trägt. "Es sind vor allem Orte in Spanien, die ich selbst besucht habe und im Buch beschreibe", betont Klaus Eckhard.
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