Neukirchen-Vluyn: Ganz jeck ins Jubiläumsjahr
VON SABINE HANNEMANN - zuletzt aktualisiert: 16.01.2007Neukirchen-Vluyn (RPO). Die Neukirchen-Vluyner Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß geht in ihre 55. Session. Das sorgte jetzt für ein närrisches Großaufgebot in der Kulturhalle. Zum ersten Karnevalsumzug 1971 kamen nur 50 Zuschauer.
„Mit Prinz, Verein und Narrenschar ins 55. Jubiläumsjahr“ – die VLÜ-KA-GE Rot-Weiß hat sich für die Session viel vorgenommen. Zu einem Großaufgebot an Karnevalisten kam es daher in der Kulturhalle. Bis in den frühen Abend dauerte das Treiben, denn was sich Närrisches in 2860 Wochen innerhalb des Vereins abgespielt hat, braucht Platz. Max Hennek, Ehrenpräsident, erinnerte an die Anfänge im Straßenkarneval. „Damals haben wir mit einem Wagen angefangen. 1971 standen an der ganzen Strecke von Neukirchen nach Vluyn vielleicht 50 Menschen. Unzählige aber hinter den Gardinen.“
Bürger mit Humor
Heute sei der Karnevalszug mit über 40 Wagen fester Bestandteil, der tausende Jecken auf die Straßen treibt. Bürgermeister Böing brachte es auf den Punkt. „Die Gründer gingen davon aus, dass auch ein kleiner Ort über Bürger mit Humor verfügt. Talente sind reichlich vorhanden.“
1952 war selbst ein ereignisreiches Jahr. Erstausgabe der Bildzeitung, erste deutsche Teilnahme an den Olympischen Winterspielen gekrönt mit Medaillen oder die Rückgabe von Helgoland, bei der Jubiläumsmatinee wurden alle Register gezogen, den fünf mal elf Jahren einen entsprechenden Rahmen zu geben. Vereinspräsident Dieter Rink führte durch ein abwechslungsreiches Programm, zu dem Püppchen, Tanzmariechen, Stadtgarde und Dancing Stars ihren Beitrag leisteten. Die Stadtgarde hat unlängst von sich Reden gemacht. Sie holte den deutschen Titel als „Bester Aufsteiger 2006“, den sie in Landshut in der Kategorie Rheinische Garde mit dem Titel „Aufsteiger Europas 2006“ toppten. Günter Raabe und Angelika Siegel, Haus- und Hofsängerin, lieferten dem närrischen Volk im 55. Jahr ein neues Lied. Die Senatoren übergaben 5555,55 Euro.
Frohsinn versprühte am Nachmittag der Sonsbecker Gerhard Kühnen, der als Büttenredner so manche Beobachtung zu Land und Leuten machte. Für musikalische Stimmung sorgten die „Swingenden Doppelzentner“ aus Kevelaer. Närrisches Saalgeflüster gab es natürlich auch und ließ für die nächste Session aufhorchen. Der stellvertretende Bürgermeister Kurt Best soll sehr überzeugend das Lied „Einmal Prinz zu sein“ gesungen haben . . .
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