Moers: Gesucht: Das schwarze Schaf
zuletzt aktualisiert: 29.02.2008Moers (RPO). Nur noch wenige Tage, dann beginnen die Moerser Auswahlrunden zum Kabarettpreis „Das Schwarze Schaf“. Am Mittwoch, 5., und Donnerstag, 6. März, 20 Uhr, sind im Kammermusiksaal Martinstift, acht Kabarettisten zu sehen.
Eintrittskarten
Karten für die Moerser Runden sind erhältlich in der Stadtinfo im Bürger-Service Innenstadt, Neuer Wall 10, Tel. 0 28 41 201-777. Der Eintritt kostet pro Abend acht Euro beziehungsweise fünf Euro ermäßigt. Der Vorverkauf endet am Montag, 3. März. Danach sind die Karten jeweils an der Abendkasse erhältlich. Weitere Informationen zu den Kabarettisten sowie den Veranstaltungen sind im Internet abrufbar unter www.dasschwarzeschaf.com.
An den Start gehen: Daniel Helfrich, Ludger K., Florian Kopp, Uli Masuth, Lothar Bölck, Kabarett Rotstift, Thilo Seibel und Die Qualkommission. Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen haben alle Künstler eines gemeinsam: Sie bieten intelligentes, politisches Kabarett im Sinne Hanns Dieter Hüschs. Der „gelernte“ Jazzpianist Daniel Helfrich war bereits beim „Quatsch Comedy Club“ mit Thomas Hermanns („Pro Sieben“) zu Gast. Zudem moderiert er seit Kurzem den Kultursalon der Offenen Bühne Frankfurt. Zwischen „Scharfsinn und Schwachsinn“ bewegt sich der Duisburger Ludger K. In seinen Programmen mixt er Stand-up-Comedy mit politischem Kabarett. „Typenkabarett mit Köppchen“ präsentiert Florian Kopp. Der Münchner stellt den Niederrheinern dabei die bajuwarische Lebensart detailgetreu vor.
Liebe und Triebe
Das Multitalent Uli Masuth (Komponist, Kabarettist, Klavierist, Kirchenmusiker und Chorleiter) bringt „Glaube, Hoffnung, Triebe“ nach Moers. In seinem Programm stehen vor allem die Triebe im Vordergrund: Krieg-Spielen, Selbstdarstellung oder Quasseln. Sein Fazit lautet: „Ohne Triebe macht das Leben nur halb so viel Spaß“. Weiter geht es am Donnerstag, 6. März, mit Lothar Bölck. Der gebürtige Berliner ist seit 1983 Kabarettist und war bereits beim MDR-Fernsehkabarett „Die Drei von der Zankstelle“ zu sehen. Zurzeit ist er mit seinem 3. Soloprogramm „Macht los!“ unterwegs. Dabei fragt er sich unter anderem, ob Politiker resozialisierbar sind.
Das Kabarett Rotstift startete 2004 mit dem Programm „Vier Frauen gehen ins Detail“. Für ihre engagierte Politanalyse wurde das Duo mit dem Tassilo-Förderpreis ausgezeichnet. In seinem Programm „Keine Gefangenen“ tanzt der Kölner Thilo Seibel die Struktur des Föderalismus auf Englisch vor. Mit im Gepäck hat der begnadete Parodist auch Bruce Willis, Franz Müntefering oder Heinz Rühmann. Hochpolitischen Stoff liefert das Duo Die Qualkommission aus Bayern. Sie ergründen „Das Wunder von Fern“ in 33 Rollen und mit 7 Instrumenten. Den mit 12 000 Euro dotierten Kabarettpreis hatte 1999 „Das Schwarze Schaf vom Niederrhein“ ins Leben gerufen.
So wurde der Kabarettist und gebürtige Moerser Hanns Dieter Hüsch genannt. Daher stammt auch der Titel. Seit der Gründung wird der Preis alle zwei Jahre vergeben. Nach Hüschs Tod im Jahr 2005 gab es beim Veranstalter längere Überlegungen, wie und ob die Veranstaltungsreihe fortgesetzt werden soll. Klar war aber, dass das „Schwarze Schaf“ im Sinne des „Vaters“ auf jeden Fall weitergehen sollte. Neben Moers sind in diesem Jahr Emmerich, Krefeld und Wesel Austragungsorte.
Endrunde am 26. April
Nach dem Urteil der Fachjury und des jeweiligen Publikums gehen am 26. April die sechs Finalisten in die Endrunde im Duisburger Theater am Marientor. Dort wird dann der Titel zum „Schwarzen Schaf“ ausgefochten. Ausrichter der Veranstaltungen ist der Förderverein Niederrheinischer Kabarettpreis unter Beteiligung der jeweiligen Städte.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




