Neukirchen-Vluyn: Große Sympathien für Schulleiter Klaus Plonka
VON SABINE HANNEMANN - zuletzt aktualisiert: 14.01.2008Neukirchen-Vluyn (RPO). Klaus Plonka, Schulleiter der Diesterwegschule, hatte eine geschickte Kombipackung gewählt. Einerseits stellte er die Ergebnisse einer künstlerischen Projektarbeit beim Tag der offenen Tür vor. Sie ist unter der Leitung der Künstlerin Jenny Schäfer außerhalb des Schulunterrichtes mit den Klassen 5 bis 10 entstanden. Andererseits läutete Klaus Plonka die erste Phase seines Abschieds ein. Zum Ende des Schuljahres scheidet er aus dem aktiven Schulleben aus.
Mehr als nur Unterricht
Das leicht veränderte Motto von Trude Herr lautet in diesem Fall: „Niemals geht man sofort.“ Plonkas beruflicher Rückblick fiel positiv aus, denn „Schule ist mehr als nur Unterricht.“ Die Früchte der Arbeit und die seines Kollegiums nannte er gerne, als er beispielhaft die erfolgreiche Teilnahme bei verschiedenen Schülerwettbewerben aufführte. Möglich seien diese Aktionen erst durch die Unterstützung von außen, wie durch die Sparkassen-Kulturstiftung, die Bürgerstiftung oder den Schulverein. Das Schülerengagement brachte unter anderem bei der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Stiftung den dritten Platz, beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten einen respektablen dritten Platz. Deshalb dürfen Plonkas Schüler nach Schwerin fahren. „Ich werde sie begleiten. Das ist eine meiner letzten Amtshandlungen“, freute er sich.
Bei seiner Bilanz der schulischen Erfolge nannte er ehemalige Schüler, die ihren Weg gemacht haben und heute nach dem Besuch einer Meisterschule ein eigenes Geschäft führen oder Examen erfolgreich absolviert haben. Einen seiner Schwerpunkte setzte Plonka in die Berufsausbildung. Dafür öffnete er bei der örtlichen Geschäftswelt Tür und Tor und ebnete gemeinsam mit dem Kollegium Wege für einen Ausbildungsvertrag.
Welche Sympathien er in der Bevölkerung hat, zeigte ein kleiner, anrührender Film, den das Kollegium und die Schülerschaft zum Abschied gedreht hatten. Von der Gladiatorenschule, von der Kathedrale der Ruhe war die Rede. In einem Interview, das Schüler mit ihm führten, erzählte er von seinem beruflichen Werdegang und warum eine Apfelsine bis heute für ihn noch kostbar ist. „Nach dem Krieg gab es höchstens zu Weihnachten eine, im Höchstfall zwei Apfelsinen.“ Die Frage, was denn ein Schulleiter nach dem Schulleben treibt, beantwortete Plonka ebenfalls. „Mehr Sport, Verantwortung abgegeben und mal tun können, was man möchte.“ Des weiteren versprach er: „Zum Tag der offenen Tür, da bin ich da. Auf jeden Fall.“
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