Neukirchen-Vluyn: Grozers Traum wird wahr
VON ULRICH JOPPICH - zuletzt aktualisiert: 16.09.2010Neukirchen-Vluyn (RPO). Der frühere Nationalspieler will in Neukirchen-Vluyn einen Volleyball-Leistungsstützpunkt mit Sporthalle, Internat, Beach-Sportanlage, Café, Restaurant und Bar errichten. Die Stadt unterstützt diese Pläne.
96 Mal hat Georg Grozer senior für die ungarische Volleyball-Nationalmannschaft auf dem Feld gestanden, 19 Mal für Deutschland. Der heute 46-Jährige war Pokalsieger in Belgien und Deutschland, Deutscher Meister und Europameister. Von seiner Erfahrung aus 35 Jahren Leistungssport und seiner auch heute noch riesigen Begeisterung für den Volleyball-Sport sollen schon bald Nachwuchstalente profitieren: Georg Grozer senior will auf einem rund 10 000 Quadratmeter großen Grundstück nördlich des Niederberg-Geländes, direkt neben dem Schulzentrum in Neukirchen-Vluyn, gemeinsam mit anderen Investoren einen Leistungsstützpunkt des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) errichten.
Volleyball-Familie
Georg Grozer senior – in einschlägigen Kreisen auch "Hammer-Schorsch" genannt – ist bei weitem nicht der einzige Volleyball-Verrückte in seiner Familie: Tochter Dora (14) spielt beim USC Münster, Sohn Tim (12) beim Moerser SC, Sohn Tom (18) besucht das Volleyball-Internat in Friedrichshafen und Sohn Georg (26) ist Volleyball-Nationalspieler.
Halle für 1500 Zuschauer
Geplant sind ein Fitness- und Wellness-Bereich auf 3000 Quadratmetern, eine Sporthalle für 1500 Zuschauer, die auch für den Schulsport genutzt werden soll, eine Surf-Anlage, eine Außenanlage mit Beach-Soccer, -Volleyball und -Handball-Feld Restaurant, Eiscafé und Bar sowie ein Internat für 20 junge Volleyball-Talente. Wenn alles glatt läuft, soll im September nächsten Jahres Eröffnung sein.
Ursprünglich wollte Georg Grozer seine Pläne in Moers verwirklichen. "Das hat leider nicht geklappt. Es gab Verzögerungen und ich wollte meine Investoren nicht verlieren", so Grozer. Bei der Stadt Neukirchen-Vluyn ist man begeistert von den Plänen des prominenten Volleyballers. "Das ist eine Win-Win-Situation für uns", sagt Wirtschaftsförderin Heike Schönfelder. Man werde Grozer und die Investoren nach Möglichkeit unterstützen. Der geplante Leistungsstützpunkt sei ein Vorzeigeobjekt für die Entwicklung des Niederberg-Geländes.
Jetzt müsste zunächst ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden. Schon in wenigen Tagen sollen bei einem gemeinsamen Termin mit Enni (Energie Wasser Niederrhein) die Weichen für die Versorgung der Anlage mit Strom und Wasser gestellt werden.
Georg Grozer ist optimistisch: "Die Nachwuchsarbeit ist für viele Vereine nur ein Muss und wird halbherzig betrieben. Ich möchte aus Jugendlichen im Internat Leistungssportler machen. Wir wollen versuchen, die Geld für das Internat bereit zustellen und damit erreichen, dass die Beiträge für die Eltern der Internatsschüler möglichst gering gehalten werden", sagt der 46-Jährige.
Später soll aus dem Leistungsstützpunkt ein Olympischer Leistungsstützpunkt werden. Auch Sportveranstaltungen mit internationalem Renommee sollen dort stattfinden.
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