Neukirchen Vluyn: Heine und der Club der toten Dichter
VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 22.09.2006Neukirchen Vluyn (RPO). Heine hätte es sicherlich gefallen, was der „Club der toten Dichter“ aus seinen Gedichten im „Buch der Lieder“ gemacht hat: Rock- und Blues-Balladen, am heutigen Musikgeschmack angelehnt. Stadtbücherei, Stadtjugendring und Kulturamt in Neukirchen-Vluyn wollen das Publikum für die Werke des alten Poeten begeistern und haben deshalb den „Club der toten Dichter“ aus Berlin mit Unterstützung der Sparkasse an den Niederrhein eingeladen. Am Samstag, 4. November, treten die Musiker um 20 Uhr im Pädagogischen Zentrum des Julius-Stursberg-Gymnasiums auf. Büchereileiterin Britta Schmedemann hat die Musiker auf der Buchmesse in Leipzig erlebt und war sofort begeistert. „Es saßen 70 Zuhörer im Saal und tobten.“
Leben eingehaucht
Für sie stand sofort fest, dass sie die Gruppe nach Neukirchen-Vluyn einladen würde. „Die Band hat auch weniger geläufige Heine-Gedichte vertont, die ein aktueller Hit in den Charts sein könnten.“ Der Club der toten Dichter habe den Gedichten Heinrich Heines Leben eingehaucht. Die Leiterin der Stadtbücherei zeigte sich gestern davon überzeugt, dass man so auch jungen Menschen die Werke des Dichters, dessen Todestag sich 2006 zum 150. Mal jährt, schmackhaft machen kann. Aus diesem Grund wird sie alle Schulen in der Grafschaft anschreiben und über die Veranstaltung in Neukirchen-Vluyn informieren. „Durch die Musik kann man Heine auf eine andere Weise kennenlernen.“
„Der Club der toten Dichter“ besteht erst seit knapp einem Jahr. Die Liebesgedichte Heines gehörten lange Zeit zur Alltagslektüre des Musikers Reinhardt Repke. Dann drängte es ihn, die Texte zu vertonen. Bald darauf fand er in Sänger Dirk Zöllner, Keyboarder André Gensicke und Trommler Mathias Mantzke Verbündete. Es wurde viel geprobt, verworfen und erweitert, bis ein Programm im Sinne ihres Idols Heinrich Heine entstand, das die Höhen und Tiefen der Liebe leidenschaftlich feiert.
Info Samstag, 4. November, 20 Uhr, Julius-Stursberg-Gymnasium. Eintrittskarten für acht/fünf Euro in der Stadtbücherei (% 0 28 45/2 87 97) sowie im Kulturamt unter % 0 28 45 / 39 11 79.
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