Kamp-Lintfort: Im Flieger das Internet nutzen
VON DIRK MÖWIUS - zuletzt aktualisiert: 31.05.2007Kamp-Lintfort (RPO). Besonders eindrucksvoll erscheint es nicht, wenn es gelingt, eine Datenverbindung zu einem in Sichtweite fahrenden VW-Bus aufrecht zu erhalten. Trotzdem wurde das Experiment, das gestern im Kamp-Lintforter Institut für Mobilfunk und Satellitentechnik (IMST) vorgeführt wurde, als Durchbruch gefeiert. Denn Gleiches ist auch gelungen, wenn die Antenne statt auf ein Auto auf ein Flugzeug ausgerichtet war.
Damit scheint Santana auf bestem Weg: Die Abkürzung steht für Smart Antenna Terminal. Das neue Antennensystem, entwickelt vom IMST und der Technischen Universität Hamburg-Harburg, soll in Zukunft ermöglichen, auch in Bewegung eine stabile Datenleitung zu Satelliten aufzubauen. Bisher geht das nur über mechanisch bewegte Antennen, der an Wartungsaufwand deutlich höher liegt. Wird Santana zur Serienreife entwickelt und miniaturisiert, könnte das System zum Beispiel in einem Passagierflugzeug eingebaut werden und dort die Internetnutzung für Piloten und Passagiere oder die Übertragung aktueller Fernsehbilder möglich machen.
Bis dahin mag es aber noch gut zehn Jahre dauern. Das Forscherteam um Prof. Arne Jacob war gestern jedenfalls glücklich, nach sechs Jahren Grundlagenarbeit mit dem Prototypen schon einen großen Schritt weiter zu sein. Gefördert wird das innovative System durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
Informationen zum Santana-Projekt findet man im Internet unter
www.dir.de, www.smart-antennas.de, www.imst.de
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