Moers: Kalkstein-Tragschicht wurde unterspült
VON HERIBERT BRINKMANN - zuletzt aktualisiert: 22.01.2008Moers (RPO). Zehn Jahre Problemfall Homberger Straße: Schon 2001 hat ein Gutachter an drei Stellen das Pflaster aufgenommen und den Untergrund freigelegt und fotografisch dokumentiert. Für Lutz Hormes, Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr, ist Fakt, dass das Bauunternehmen kein Verschulden habe. Der Gutachter habe keine mangelnde Verdichtung festgestellt. Vielmehr werde die kalksteinhaltige Tragschicht durch eingedrungenes Regenwasser und Druck zermahlen und nach oben herausgepresst. So seien die grauen Regenpfützen zu erklären. Die damals aktuellen Vorgaben seien 2001 bei Planung und Bau eingehalten worden. Heute müsse man zur Kenntnis nehmen, dass sich Pflasterung und Busse ausschlössen. Die Planung sei risikobehaftet gewesen, man habe sich für die schönere Lösung entschieden. Die Stadt suche nach einem vernünftigen Gesamtkonzept. Für Gefährdungspunkte kämen schnelle Ausbesserungen.
Heute ist das 2005 ausgebesserte Stück zwischen dem Sanitätshaus Unterwagner bis Diebels das schlimmste Teilstück mit tiefen Furchen. Gibt es dort keine Gewährleistung mehr, fragt sich Rolf Unterwagner. Er versteht auch nicht, warum Lastwagen nur bis 15 Tonnen erlaubt sind, aber der Linienverkehr mit teilweise viel schwereren Bussen frei gegeben ist. Die Stadt solle die Gelenkbusse sofort herausnehmen und die neue Streckenführung damit testen.
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