Kamp-Lintfort: Karnevals-Hochburg Kolping
VON DIRK MÖWIUS - zuletzt aktualisiert: 29.01.2007Kamp-Lintfort (RPO). Ausdauer brauchten die Gäste des Karnevals-Komitees Kolping am Samstag. Das fast fünf Stunden dauernde Programm bot viele Höhepunkte und eine gute Mischung lokaler und auswärtiger Künstler.
Das größte Lob kam von der Narren-Regentin. „Kolping ist die Hochburg des Karnevals in Kamp-Lintfort“, rief Anna I. dem Publikum im Kolpinghaus zu. Und angesichts der begeisterten Narrenschar entschied sie sich spontan, auf die von Präsident Theo Post geschriebene Rede zu verzichten und ihr Volk persönlich anzusprechen. Als Ehrengast durfte sie anschließend erleben, warum das Karnevals-Komitee den Saal nicht nur problemlos ausverkauft, sondern gleich mehrfach füllen könnte. Das fast fünfstündige Programm reihte die Höhepunkte nur so aneinander.
Geschickt hatten Präsident Bernd Ueffing und seine Mitstreiter eine Mischung aus professionellen und lokalen Programmpunkten zusammengestellt. So ging es gleich gut los, als „Die Karamellos“, ein Gesangsduo aus Gelsenkirchen, zum Schunkeln und Mitsingen einlud. Gar nicht schief gehen kann dann natürlich, wenn Jopi Winnen dabei ist. Der Klever griff wieder zum Strickzeug und erzählte mit seinen (Holz-)Nachbarn wenig Gutes über die Nachbarschaft. Mit stehenden Ovationen wurde er verabschiedet – und Ueffing nahm ihm das Versprechen ab, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.
Die Profis auf der Bühne vertraten Gundi und Jarka mit ihrer musikalischen Show und später auch noch mit einer Bauchrednerdarbietung. Dass aber auch Eigengewächse begeistern können, zeigten dann die „Golden Girls“ der KG Humorica. Sie ließen die Erinnerung an das deutsche Sommermärchen noch einmal wach werden. Für den klassischen Karnevals- und Showtanz sorgten mit mehreren Auftritten die Jugendlichen des KKV. Dafür mahnte KKV-Präsident Theo Post „seine“ Kolping-Freunde (denn unzählige Male stand er als Büttenredner auf der Bühne des Kolpinghauses) doch auch mal ein Prinzenpaar zu stellen.
Da bekam auch Olly Olberts große Ohren. Denn der Präsident des Kulturausschuss Grafschafter Karneval (KGK) und sein Vorstand mussten ohne Prinzenpaar einmarschieren. Da das Komitee auch zum KGK gehört, wäre so ein gemeinsames Prinzenpaar für Kamp-Lintfort und den Rest der Grafschaft doch eine feine Sache. Weiter ging es mit den Krähenfeldern und Hacky. Der Präsident der Holderberger Karnevalisten bewies, dass man auch zu später Stunde mit einer Rede das Publikum fesseln kann. Von den Sitzen holten dann im Finale die Lokalmatadore das Publikum. Die Starlight Singers (Bernd Grossauer, Hermann Köster und Rainer Heetfeld) waren das perfekte Finale für eine rundum gelungene Sitzung.
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