Grafschaft: Kaum Veränderungen
VON DIRK MÖWIUS - zuletzt aktualisiert: 31.08.2009Grafschaft (RPO). Norbert Ballhaus, Christoph Landscheidt und Klaus Kleinenkuhnen bleiben Bürgermeister, Harald Lenßen ist der neue in Neukirchen-Vluyn. Das sind erwartete Erfolge. In den Räten ist überwiegend Kontinuität angesagt.
Die Bürger müssen sich an der Stadtspitze nicht an neue Gesichter gewöhnen. In Moers gewann Norbert Ballhaus souverän die Wahl, in Kamp-Lintfort deklassierte Dr. Christoph Landscheidt seinen Herausforderer Siegfried Schrempf von der CDU mit 73,87 Prozent regelrecht.
Klaus Kleinenkuhnen in Rheurdt hatte nur eine Gegenkandidaten aus den Reihen der Grünen und erreichte 78,5 Prozent. In Neukirchen-Vluyn, wo ein Nachfolger für den ausscheidenden Bernd Böing gesucht wurde, hatte Harald Lenßen die Nase vorn. Das war angesichts der bisherigen CDU-Ergebnisse in der Stadt ebenfalls zu erwarten, auch wenn es der spannste Wahlgang für die Spitzenkandidatur war.
Rentnerpartei holt ein Mandat
In den Räten erbrachte die Kommunalwahl keine größeren Veränderungen, obwohl der große Verlust der CDU an fast allen Standorten im Vorfeld nicht zu erwarten war. In Moers ist der klare Wahlsieger die FDP, die es schaffte, über zehn Prozent zu holen.
Die Liberalen verdrängten die Grünen, die leicht dazu gewannen, vom Platz der drittstärksten Fraktion. Sechs Liberale ziehen in den Stadtrat ein. Es ist davon auszugehen, dass die Ampel-Kooperation von SPD, FDP und Grünen ihre Arbeit fortsetzen wird. Neu im Rat ist die Rentenrpartei WRmm, für die Herbert Meylahn in den Stadtrat einziehen wird.
Zu den Verlierern des Abend gehört die FBG, die zwar mehr Prozentanteile als 2004 holte und trotzdem ein Ratsmandat verliert. Es trifft Stefan Doll, der vor gut einem Jahr von der CDU zur FBG gewechselt war und sein Ratsmandat mitgenommen hatte. In seinem Wahlbezirk Vinn, den er 2004 für die CDU gewonnen hatte, siegte gestern Axel Sandhofen. Der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende schaffte so den Einzug in den neuen Rat.
In Neukirchen-Vluyn wird es eng für Schwarz-Grün. Der Erfolg der Grünen, die 10,5 Prozent erreichten, genügt nicht, die Verluste der CDU komplett auszugleichen. Im Zweifelsfall kommt es nun auf die Bürgermeisterstimme an. NV-AUF geht's verteidigte seine beiden Mandate. Die Linken ziehen erstmals in den Rat, ebenso wie in der Nachbarstadt Kamp-Lintfort. Dort verteidigte die SPD ihre absolute Mehrheit. Wahlverlierer sind dort die CDU und die Freien Bürger. Die Grünen sind nun drittstärkste Kraft im Rat. Die FDP schaffte das erhoffte zweite Mandat
In Rheurdt hat die CDU zehn Sitze, die SPD fünf, die FDP vier, und die Grünen freuen sich über drei Mandate.
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