Moers: Krimiautoren klagen gegen Stadt Moers
zuletzt aktualisiert: 27.03.2008 - 12:38Die Krimiautoren-Vereinigung "Syndikat" hat nach eigenen Angaben eine Klage beim Landgericht Düsseldorf gegen die Stadt Moers eingereicht. Die Unterlassungsklage richte sich gegen das Literatur- und Krimifestival "KriMinale Moers".
Die Vereinigung wolle erreichen, dass die Stadt ihr Festival umbenennt, begründete das Syndikat am Donnerstag in Münster seinen Schritt. Die Bezeichnung "KriMinale Moers" kopiere bewusst das jährlich an anderem Ort stattfindende Krimifestival "Criminale" des Syndikats, so der Vorwurf der Vereinigung von rund 500 deutschsprachigen Kriminal-Schriftstellern und Autorinnen.
"Wir begrüßen, dass es in immer mehr Orten und Regionen Krimitage und -festivals gibt", erklärte Syndikat-Sprecher Jürgen Kehrer. Doch müsse die Einzigartigkeit der seit 20 Jahren stattfindenden "Criminale" geschützt werden.
Mit über 80 Veranstaltungen und 220 beteiligten Autorinnen und Autoren sei auch die diesjährige Veranstaltung im April in Wien erneut das größte deutschsprachige Krimifestival.
Moers will Namen behalten
Die Stadt Moers kündigte bereits an, dass sie den Namen ihres Festivals, das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand, nicht ändern will. Die Bezeichnung "KriMinale Moers" sei geschützt und werde stets mit einem großen "M" und in Kombination mit dem Städtenamen verwendet, begründete Sprecher Thorsten Schröder.
Schröder führte weiter aus, dass es sich in Moers zudem um "relativ kleine" Veranstaltungen mit jeweils etwa 30, maximal 200 Besuchern handele. Es habe eine lokal-regionale Reichweite. Mit Angeboten für Schulklassen und Jugendliche erhalte der Bildungsauftrag in Moers ein besonderes Gewicht.
Das niederrheinische Festival, bei dem auch einige Syndikat-Autoren zu Gast waren, weise nur wenig Parallelen zur Festivalform der "Criminale" auf, hält Schröder fest.
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