Neukirchen-Vluyn: Kunstvolles auf Kalkschalen
VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 10.03.2008Neukirchen-Vluyn (RPO). Am Wochenende fand die seit Jahren beliebte Ausstellung „Kunst rund ums Ei“ in der Kulturhalle in Neukirchen-Vluyn zum letzten Mal statt: 18 Aussteller zeigten dieses Mal ihre fragilen Kunstwerke auf Kalkschalen.
Ostern steht vor der Tür, und mit dem anstehenden Fest lockte auch in diesem Jahr die alljährliche, zweitägige Verkaufsausstellung „Kunst rund ums Ei“ wieder viele hundert Besucher in die Neukirchen-Vluyner Kulturhalle. Dort zeigten diesmal 18 Aussteller ihre fragilen Kunstwerke, dazu wurden die Besucher gleich im Eingangsbereich mit einer reichen Auswahl an dekorativen Frühlingsblumen-Gestecken begrüßt. Außerdem konnten sie oben auf der Empore in zwei Glasvitrinen noch einmal einige besonders kunstvoll gestaltete Eier aus den letzten Jahren bewundern und sich anhand einer kleinen nostalgischen Presse–rückschau über die inzwischen zum 13. Mal stattfindende Veranstaltung informieren. 13 Jahre ist es jetzt her, dass die ehemalige Büchereileiterin, Iris Fischer, angeregt von ihrer Mutter Lotte-Marie Grauer, mit dem damaligen Vorsitzenden des örtlichen Museumsbeirates, Erwin Büsching, gemeinsam die erste Ausstellung dieser Art in Neukirchen-Vluyn ins Leben rief.
Ausstellung
Die Osteraustellung „Kunst rund ums Ei“ fand in diesem Jahr zum letzten mal in ihrer bisherigen Form statt. Sie wurde 13 Jahre lang vom städtischen Museumsbeirat geplant und organisiert, und zeigte in dieser Zeit das breite Spektrum der Gestaltungsmöglichkeiten rund um den österlichen Brauch des Eierfärbens.
Neues soll folgen
Mit großem Erfolg, doch wie viele Erfolgsgeschichten fand auch diese alsbald so viele konkurrierende Nachahmer, dass sich der Museumsbeirat schweren Herzens dazu entschlossen hat, die Neukirchen-Vluyner Ausstellung „Kunst rund ums Ei“ in diesem Jahr zum letzten Mal stattfinden zu lassen. „Schade. Immerhin ist das Ganze viele Jahre lang eine einzigartige Sache gewesen, an der nicht nur Aussteller aus ganz Deutschland, sondern auch aus den Niederlanden und sogar aus Finnland und der Ukraine teilgenommen haben“, bedauerte Bürgermeister Bernd Böing bei der Eröffnung am Samstag das endgültige Aus der Veranstaltung. „Wie ich gehört habe, gibt es aber schon Überlegungen für eine eventuelle Nachfolge-Ausstellung und auch Signale von Seiten einiger Aussteller, sich bei der Planung und Durchführung mit einzubringen.“ Dazu ergänzte Bernd Giese, der jetzige Vorsitzende des Museumsbeirates, man wolle sich in der nächsten Zeit zusammensetzen und ein neues Konzept erarbeiten. „Wir haben da schon einige Ideen.“ Ein weiterer der im Augenblick überall gängigen Ostermärkte solle es aber nicht werden. Kein Abschied für immer also, auch, wenn diesmal die Anzahl der Aussteller in der Tat um einiges kleiner war, als in den letzten Jahren, was allerdings dem künstlerischen Niveau des Angebotes eher zugute kam. So gab es an den beiden Ausstellungstagen neben zahlreichen mit Blüten, Tieren und historischen Bauwerken bemalten Eiern unter anderem wunderschöne, aus kostbaren Hölzern gedrechselte oder mit Scherenschnitten verzierte Exemplare, und an einem Stand bot ein Erfinder aus Braunschweig kleine, aus Eiern gemachte Öllämpchen als „Lichter des Lebens, geboren aus dem Ei an“.
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