Neukirchen-Vluyn: Lichterkette für Löschzug
VON ULRICH JOPPICH - zuletzt aktualisiert: 20.07.2011Neukirchen-Vluyn (RP). Paukenschlag in Vluyn: Die Feuerwehrleute wollen mit Aktionen unter dem Motto "Unser Lärm kann Ihr Leben retten" – auch mit einer Mahnwache – auf ihre Situation aufmerksam machen und für Solidarität werben.
"Die Feuerwehr ist nicht bereit, die derzeitige Situation hinzunehmen. Aufgrund der weiteren Verzögerung des Neubaus des Feuerwehrgerätehauses Vluyn werden wird an mehreren Tagen eine Mahnwache errichtet, auch Infostände werden aufgebaut. Ziel der Aktionen ist es, die Bevölkerung aufzufordern, Solidarität mit der Feuerwehr zu zeigen. Der Löschzug Vluyn möchte auf die sicherheits-widrigen Gegebenheiten im Gerätehaus Vluyn aufmerksam machen", so Feuerwehrchef Lutz Reimann. Des Weiteren soll unter dem Motto "Unser Lärm kann Ihr Leben retten" dargestellt werden, dass zur Wahrnehmung der Aufgaben der Feuerwehr in einem funktionierendem Gemeinwesen Lärm der Feuerwehr bei Einsätzen unvermeidbar ist.
Folgende Aktionen werden durchgeführt: Im Bereich der Einfahrt des Gerätehauses Vluyn wird von Donnerstag, 21. Juli, 18 Uhr, bis Samstag, 23. Juli, 21 Uhr, eine Mahnwache eingerichtet. Am Freitag, 22. Juli, wird während des Vluyner Wochenmarktes (Vluyner Platz) und am Samstag, 23. Juli, während des Neukirchener Wochenmarktes (Hindenburgplatz) ein Infostand aufgebaut. Dort wird über die derzeitige Situation informiert sowie zur Beteiligung an der am Samstagabend stattfindenden Lichterkette aufgefordert.
Am Samstag, 23. Juli, um 19.30 Uhr, wird eine Lichterkette vom Gerätehaus Vluyn, Niederrheinallee 303a, zum neuen Standort des Gerätehauses durchgeführt. Dauer: etwa 1,5 Stunden. Verlauf: Niederrheinallee 303a, Springenweg, Kreisverkehr am Vl. Nordring, Tersteegenstraße.
Die Klage eines Anwohners der Antoniusstraße beim Verwaltungsgericht Düsseldorf hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Das Gericht hatte die "aufschiebende Wirkung der gegen die Baugenehmigung erhobenen Anfechtungsklage" angeordnet. Unter anderem wird im Beschluss des Verwaltungsgerichts darauf hingewiesen, dass durch den Einsatz von Martinshörnern Nachbarschaftsrechte beeinträchtigt würden. Die Gegner des Kombibaus hatten daraufhin sofort eingewendet, sie seien keine Feinde der Feuerwehr, ihnen gehe es vor allem um die Belästigungen durch den geplanten Baubetriebshof. Das sieht Feuerwehrchef Lutz Reimann ganz anders: "Der Schriftsatz des Klägers ist eindeutig Feuerwehr-lastig. Auf gut drei Seiten werden nur von der Feuerwehr zu erwartende Belästigungen aufgelistet."
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