Neukirchen-Vluyn: Martinsmarkt im Lichterglanz
VON SABINE HANNEMANN - zuletzt aktualisiert: 12.11.2007Neukirchen-Vluyn (RPO). Rund um die Kirche fand zum fünften Mal der Martinsmarkt statt, zu dem Stadtmarketing und Werbering eingeladen hatten. Vluyn erstrahlte im Lichterglanz. Nur das Wetter spielte nicht mit.
Alle zwei Jahre wieder
Der Martinsmarkt im Stadtteil Vluyn wird alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Weihnachtsmarkt Schloss Bloemersheim rund um die evangelische Dorfkirche veranstaltet wird. 2008 wird der Weihnachtsmarkt wieder auf Schloss Bloemersheim geplant. Die kulturellen Beiträge auf der Hauptbühne am Kirchplatz und in der evangelischen Dorfkirche finanziert der Sponsorenkreis „Wirtschaft und Kultur“.
Für viele Besucher entfaltete der Martinsmarkt mit Beginn der Dämmerung seine ganze Faszination. Dann nämlich, als sich die 50 verschiedenen Verkaufsstände im Lichterglanz präsentierten. Die Fläche rund um die beleuchtete evangelische Kirche und um den Schulplatz gab sich bis 22 Uhr romantisch. 500 Laternen, 1000 Meter Lichtgirlanden, Fackeln und weitere Lichtquellen sorgten für heimelige Stimmung.
Schöne Stände, gutes Angebot
Das, was diesem Markt gut tat, war die Qualität der Stände. „Wir haben sehr schöne Stände mit einem guten Angebot“, meinte dazu Dieter Rink vom Arbeitkreis Vluyn. So konnte man Kunsthandwerkliches bestaunen. Schwippbögen und weitere adventliche Dekorationsartikel sorgten für weihnachtliche Vorfreude. Zu warmen Socken, originellen Filzarbeiten, allen voran gewagten Hutkreationen, kamen Geschenkartikel wie Schmuck oder Dekoratives für den Garten. Diemut Hammelrath und Kirsten Ebner freuten sich über regen Zulauf. „Das Interesse der Besucher ist groß. Viele haben Spaß, die Hüte auszuprobieren“, meinten die beiden Krefelderinnen, deren Markenzeichen die gekrönte Erbse aus Filz ist.
Die Aussteller kamen aus dem Vluyner Werbering oder waren vom Niederrhein angereist. Örtliche Vereine gaben Einblicke in ihre Arbeit, wie beispielsweise der Vluyner Heimat- und Verkehrsverein, der mit dem Fisternölleken, einem Klaren mit Rosine, einmal mehr Flagge zeigte. Gelungen war ebenfalls die Verteilung der Stände, so dass sich das Schlemmerangebot auf dem Schulplatz und Kirchplatz konzentrierte. Beispielsweise luden auf dem Schulplatz Ortsbauern zu Spanferkel ein und die Landfrauen boten blechweise ihren Kuchen an. Erntefrisches Obst hatte der Verkaufsstand von Schloss Bloemersheim.
Auch die Vluyner Geschäftsleute zogen am Samstag bis 20 Uhr mit. Der Sonntag gab sich verkaufsoffen. Ein besonderer Anziehungspunkt war ohne Zweifel die Bühne. „Die Kombination von Rock, Pop und Klassik hat sich bewährt“, meinte dazu Dieter Rink. Den Auftakt machte am Samstag die Krefelder Saxophon-Bigband Greenhorn. Karl Timmermann sorgte für traditionelle Weisen, Chris Carolin für rockige Töne. Das musikalische Angebot in der Kirche kam ebenfalls gut an. Kin-Won Lee spielte Impressionen an der Orgel und der Schüler-Lehrer-Eltern-Chor wie auch der Posaunenchor füllten die evangelische Kirche. Beim rundum gelungenen Angebot war jedoch das regnerische und stürmische Novemberwetter das einzig nicht planbare Element.
Passend zum Martinsmarkt fand in Vluyn der traditionelle Martinszug der Grundschulen statt. Am Sonntagabend endete der Martinsmarkt mit einem weiteren Fackelumzug zum Platz am Museum, wo im Schein des Martinsfeuers das Martinsspiel stattfand.
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