Kamp Lintfort: Mehr Platz für Spaß und Spiel
VON ANANDA MILZ - zuletzt aktualisiert: 23.11.2006Kamp Lintfort (RPO). Die Stadt Kamp-Lintfort will ihre Spielflächen für Kinder und Jugendlichen attraktiver gestalten. Das neu erstellte Spielflächenkonzept liefert eine umfassend Bestandsaufnahme und soll den dafür Weg weisen.
Spielflächenkonzept
Durchführung Planungsbüro Regio GIS und Planung
Die Empfehlung 18 Flächen werden zur Einrichtung von Spielplätzen angeboten, acht Flächen sollen neu gestaltet werden, zehn Flächen können aufgrund ihres Zustandes aufgegeben werden, 23 geplante Flächen sind realisierbar.
Im Zuge der Trasse ist er entstanden, der Grünzug an der Friedrichstraße in Kamp-Lintfort. Seither liegt er allerdings brach. Doch könnte die großzügige Rasenfläche schnell und kostengünstig umgestaltet werden: etwa zu einem Ballspielplatz als Erweiterung des dort angrenzenden Spielplatzes. So lautet jedenfalls ein Ergebnis, das das neue Spielflächenkonzept liefert.
Von der Stadt in Auftrag gegeben wurde das Konzept vor etwa einem Jahr: Seither war die Verwaltung gemeinsam mir dem „Planungsbüro GIS und Planung“ damit beschäftigt, eine Bestandsaufnahme über die aktuelle Spielplatz-Situation in Kamp-Lintfort zu erstellen. Die Ergebnisse liegen jetzt auf dem Tisch. Gestern wurden sie im Jugendhilfeausschuss präsentiert.
Phantasie gefragt
„Eigentlich sieht die aktuelle Situation gar nicht schlecht aus“, berichtete Norbert Schauerte-Lüke vom „Planungsbüro GIS und Planung“. Dennoch zeigte sich bei der Bestandsaufnahme Verbesserungsbedarf. „Die meisten Spielflächen sind éher konventionell gestaltet“, so der Fachmann. Klassische Spielgeräte wie Schaukel, Rutsche oder Klettergerüst dominieren die Ausstattung. Spielmöglichkeiten, die kreatives, phantasiereiches und freies Spiel ermöglichen, sind hingegen kaum vorhanden.
Etwas, was nach Meinung der Kamp-Lintforter Jugendamtleiterin Martina Bode jedoch künftig wichtig ist. „Studien zeigen, dass Kinder und Jugendliche durchs Computerspielen in ihrer Feinmotorik heute sehr weit sind“, erklärte Bode. Die Körperbeherrschung hingegen werde immer schlechter. „Sie haben in der Regel keine Motivation mehr, um nach draußen zu gehen.“
Mehr Phantasie auf Spielplätzen sei dabei aber nur ein Ansatz. Laut Konzept sollen die Flächen großzügiger gestaltet werden, und wie das Beispiel Friedrichstraße zeigt, wenn möglich der Raum drumherum miteinbezogen werden.
Begrüßt hat die Ergebnisse des Spielflächenkonzepts etwa die SPD-Fraktion im Rat. „Zum ersten Mal haben wir einen umfassende Bestandsaufnahme aller Spielplätze in der Stadt“, erklärte René Schneider, Sprecher im Jugendhilfeausschuss.
In weiteren Schritten gehe es jetz um die Umsetzung, geplant sei künftig ein „Masterplan-Spielplätze“ in Kamp-Linftfort anzugehen. Die Kosten dafür sollen durch Grundstücksveräußerungen von Spielflächen, die zu dunkel oder zu klein sind, zusammenkommen.
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