Moers: Minister Armin Laschet besuchte Schlosstheater
zuletzt aktualisiert: 09.09.2006Moers (RPO). Minister Armin Laschet ist auf Generationenreise: Auf seiner dreitägigen Tour durch Nordrhein-Westfalen besuchte der Landesminister für Generationen, Familie, Frauen und Integration insgesamt 13 Projekte, die ihr Augenmerk auf den Zusammenhalt und das Zusammenleben der Generationen richten. Gestern legte er einen Stopp in Moers ein, um sich über die überregional erfolgreiche Schlosstheater-Kampagne „Erinnern – Vergessen. Kunststücke Demenz“ im Studio des Schlosstheater zu informieren. Und dies taten Intendant Ulrich Greb und Klaus Bremen von der Gesellschaft für soziale Projekt gerne. Denn einen Vorteil hat so ein Ministerbesuch: Man gewinnt einen wichtigen Fürsprecher für das Tabu-Thema.
Laschet machte bei seinem Besuch deutlich, dass es nicht ausreiche, die Generationsfrage auf Themen wie soziale Sicherung, Rente oder Staatsfinanzen zu begrenzen. Sie sei ein wichtiges zukunftspolitisches Thema: „Weil wir ein einer älterwerdenden Gesellschaft leben.“ Aller Voraussicht nach hätten im Jahr 2020 etwa ein Drittel der über 65-Jährigen keine Kinder oder Enkel. Junge Menschen würden zu einer Minderheit. „Das wird tiefgreifende Folgen für das Zusammenleben der Generationen haben.“
Auf seiner Reise wolle er sich Projekte anschauen, in denen die Generationen bereits zusammenwirken. Ulrich Greb, Klaus Bremen und die vielen Mitstreiter der Demenz-Kampagne informierten den Minister über die vielen Veranstaltungen, die 2005 innerhalb eines Monats zum Thema Demenz angeboten wurden. „Wir haben auf das Thema nicht als Defizit geschaut“, beschrieb Ulrich Greb und gab zu: „Unsere eigenen Bilder und Vorstellungen sind von den Betroffenen auf den Kopf gestellt worden.
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