Kamp-Lintfort: Mit den Sorgen nicht allein
VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 01.02.2007Kamp-Lintfort (RPO). Das Arbeitslosenzentrum an der Friedrich-Heinrich-Allee hat zwei neue Ansprechpartnerinnen: Sevim Akkus ist Diplompädagogin und seit Dezember im Arbeitslosenzentrum Kamp-Lintfort beschäftigt. Antje Kovács ist Sozialberaterin und bereits seit dem vergangenen September dabei. Gemeinsam bieten sie Hilfe bei der Suche nach einem Arbeitsplatz, bei Bewerbungsschreiben, bei der Antragstellung von Arbeitslosengeld, bei der Überprüfung der Bescheide, im Widerspruchs- und Klageverfahren an: „Es macht Spaß, hier zu arbeiten“, betont Antje Kovács, obwohl sie täglich Einblicke in die verschiedenen Schicksale der von Arbeitslosigkeit betroffenen oder bedrohten Menschen in Lintfort erhält: „Es ist wichtig, die Arbeitslosen zu unterstützen, sie zu motivieren, damit sie wieder selbstbewusst werden“, sagt die Beraterin.
Auf mehr als 2000 Beratungskontakte kann das Arbeitslosenzentrum im vergangenen Jahr verweisen. Manchmal sind die Berater auch Prellbock für das Unverständnis, die Frustration und Sorgen der Betroffenen. „Hier bekommen sie aber die Informationen, die sie benötigen. Sie können sich untereinander austauschen, damit sie erfahren, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind“, betont Sevim Akkus. „Außerdem haben wir den heißen Draht zur Arge“, betont Peter Sokoll vom Arbeitslosenzentrum. Dort finden die Besucher jedoch mehr als nur Beratung: Montags trifft sich dort die Frühstücksgruppe, jeden zweiten Mittwoch kommt der Frauengesprächskreis zusammen, donnerstags wird gemeinsam gekocht oder im Internet nach passenden Jobs gesucht.
Gestern erhielt das Arbeitslosenzentrum Besuch von Branco Kulkolj. Er war Teilnehmer der ersten Siemens-Auffanggesellschaft, der BEE. Er brachte einen Scheck als Spende für das Arbeitslosenzentrum in Höhe von 750 Euro mit. Dort fand zwölf Monate lang der Frühstücksstammtisch der IG-Metall für die BEE-Leute statt.
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