Neukirchen-Vluyn: Mit Lenßen nach vorne
VON ULRICH JOPPICH - zuletzt aktualisiert: 10.09.2008Neukirchen-Vluyn (RPO). CDU-Partei- und Fraktionsvorstand in Neukirchen-Vluyn haben einstimmig beschlossen, den Mitgliedern den 47-jährigen Sparkassenbetriebswirt als Bürgermeisterkandidaten vorzuschlagen.
Ein regelrechter Ruck sei am Montagabend durch Partei- und Fraktionsvorstand der CDU Neukirchen-Vluyn gegangen, als man sich klar und eindeutig für Harald Lenßen als Bürgermeisterkandidat entschieden habe. Das berichteten Parteivorsitzender Klaus Plonka und Fraktionsvorsitzender Klaus Franzen gestern. „Wir haben kurz und schmerzlos beschlossen und mit viel Freude zur Kenntnis genommen, dass Harald Lenßen die Lücke schließen soll, die durch die Nicht-Kandidatur von Bernd Böing entstanden ist. Partei- und Fraktionsvorstand haben einstimmig beschlossen, ihn den Mitgliedern als Bürgermeisterkandidaten vorzuschlagen“, sagte Plonka.
Daten
Harald Lenßen ist seit 1995 CDU-Mitglied. Ab 1996 war er sachkundiger Bürger und seit 2002 Ratsmitglied und von 1996 bis 2006 stellvertretender Parteivorsitzender. Seit über einem Jahr ist er Geschäftsführer des Werberings. Lenßen ist verheiratet mit Sabine Lenßen und hat zwei Kinder, Dennis und Melissa, beide 19 Jahre.
Auch JU will sich „voll reinhängen“
Lenßen solle auf keinen Fall ein Lückenbüßer sein, sondern mit der Unterstützung aller Christdemokraten (auch die Junge Union will sich „voll reinhängen“) neuer Bürgermeister von Neukirchen-Vluyn werden. „Wir wollen vernünftige Mehrheiten schaffen, sonst wird diese Stadt unregierbar. Wir sind guten Mutes, dass wir nach der Kommunalwahl den Bürgermeister stellen und die Mehrheit zu bekommen. Sollten wir das nicht schaffen, haben wir keine Probleme, die Kooperation mit den Grünen fortzusetzen“, sagte der Parteivorsitzende. Harald Lenßen werde als Bürgermeister eine gute Politik für die Bürger der Stadt machen.
Lenßen legte gestern Wert darauf, dass die Partei nicht erst seit der vergangenen Woche über das Thema Kandidatur gesprochen habe, sondern bereits seit Monaten. Als dann die Aussage von Böing kam, nicht mehr zu kandidieren, habe er nach Gesprächen mit seiner Familie, dem Parteivorsitzenden und Freunden den klaren Entschluss gefasst: „Ich will das und stehe ohne Wenn und Aber als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung“, sagte Lenßen.
Nach den einstimmigen Beschlüssen für seine Person habe er sich noch mehr zu diesem Schritt motiviert gefühlt. „Ich werde keine großen Versprechungen abgeben. Wir sind noch in der Phase der Haushaltskonsolidierung und können nur mit dem Vorhandenen umgehen. Mein Ziel ist es, dass die Verwaltung zu einem reinen Dienstleistungszentrum für die Bürger der Stadt wird. Dabei muss der Bürgermeister lenken, führen und managen. Die Amtsleiter müssen das fachliche Know-How zuliefern“. Lenßen betont, dass er für Wirtschaftskraft in Neukirchen-Vluyn stehe. Man müsse leistungsfähige Firmen in die Stadt holen, das sei eine Chance für das Niederberg-Gelände. Fraktionschef Klaus Franzen freut sich schon jetzt auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister Harald Lenßen.
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