Moers: Mit MaJo tut sich was
zuletzt aktualisiert: 29.12.2009Moers (RPO). Das Stadtteilbüro hat in diesem Jahr verschiedene Projekt im Rahmen von "Stärken vor Ort" gestartet, um das Zusammenleben im Ortsteil Mattheck / Josefviertel zu fördern. Projektpartner werden noch für 2010 gesucht.
MaJo
Kontakt zum Stadtteilbüro MaJo Leipziger Straße 5, Tel. 0 28 41 99 89 890,
eMail: soziale-stadt@moers.de
Der Stadtteil wurde 2005 in das Landesprogramm "Soziale Stadt" aufgenommen und wird von Landeszuschüssen zur Stadtteilerneuerung profitieren. Grundlage ist das "Integrierte Handlungskonzept" der Stadt Moers, mit dem städtebauliche wie soziale Maßnahmen ergriffen werden.
Das Stadtteilbüro Mattheck/Josefsviertel hilft mit, Stärken vor Ort zu fördern. "Stärken vor Ort" ist ein Programm des Bundesfamilienministeriums und wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert. So soll zur Verbesserung der sozialen, schulischen und beruflichen Integration von jungen Menschen mit schlechteren Startchancen beitragen werden. Zudem sollen auch Frauen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben Unterstützung erhalten. In Mattheck und im Josefsviertel werden zurzeit fünf so genannte Mikroprojekte angeboten.
"Durch die Förderung konnten wir einige interessante Vorhaben anstoßen", freut sich Stadtteilmanager Amar Azzoug. Das Stadtteilbüro übernimmt dabei die Gesamtkoordination sowie die Beantragung und Verteilung der Mittel. Träger können noch für das Jahr 2010 Anträge mit ihren Projekten beim Stadtteilbüro stellen. "Ich hoffe, dass sich viele Institutionen beteiligen", so Azzoug.
Innovatives Bewerbungsvideo
Eines der Projekte ist ein Film, bei dem Schüler die Chance erhalten, ein innovatives Bewerbungsvideo zu drehen. Die Jugendlichen können unabhängig von einer schriftlichen Bewerbung ihre außerschulischen Fähigkeiten, Interessen und Hobbys zeigen. "So demonstrieren die Schüler, dass sie mehr zu bieten haben als ein Zeugnis – nämlich interpersönliche Kompetenz", erläutert Projektleiterin Alexandra Harzer. Dramaturgie und Regie übernehmen Ömer Peküyrek und Janine Renn. Gedreht wird beispielsweise am Praktikumsplatz, in der Schule oder im Jugendheim.
Der "Bunte Tisch Moers" will mit spielerischen Mitteln den Weg zum deutschen Pass ebnen. Das Projekt heißt "Mit Spaß zum deutschen Pass" In Quizveranstaltungen können sich Migranten auf den Einbürgerungstest vorbereiten. "Hierzu werden Schüler zu Multiplikatoren ausgebildet, die selbstständig Veranstaltungen planen, durchführen und moderieren", berichtet Mariam Abou Hamdan vom "Bunten Tisch". Das Projekt "Schritte werden Weg" richtet sich an Frauen mit Migrationshintergrund, die in ihrer beruflichen Entwicklung eingeschränkt sind. Acht Frauen haben an einer Schulung in PC-Programmen teilgenommen. Nach den Herbstferien startete eine berufsorientierte Sprachförderung durch E-Learning, um das Gelernte weiter anzuwenden. "Die vier Besten bekommen im Anschluss die Möglichkeit, ein sechswöchiges Praktikum in der Verwaltung des St. Josef Krankenhaus zu absolvieren", erklärt Marleen Gomez La Rosa vom Sci:moers. Auch das "Moerser Arbeitslosenzentrum - Malz" bietet ein Projekt an: ein kostenloses Beratungsangebot für Mini-Jobber oder solche, die es werden wollen. Zudem führt Kunstpädagogin Sigrid Nikel-Bronner unter dem Titel "Frauen stärken" ein Kunstprojekt durch.
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