Neukirchen-Vluyn: Moderatorin darf nun doktern
VON SIMON PAKE - zuletzt aktualisiert: 23.10.2007Neukirchen-Vluyn (RPO). Im Jubiläumsjahr hat die Carnevalsacademie am Niederrhein die Radiomoderatorin Steffi Neu zum Doctor carnevalensis causa ernannt. Sie ist nach elf Jahren die erste Frau, die diesen Titel tragen darf.
Zur Person Steffi Neu
Geboren Am 3. Januar 1971 in Kleve.
Studium Zwischen 1990 und 1994 studierte sie in Bonn Politik, Psychologie und Strafrecht.
Karriere 1994 Volontariat beim WDR. 1996 wurde Steffi Neu Redakteurin bei Eins Live (ehemals WDR 1). Im Jahr 2000 wechselte sie zu WDR 2.
Sendungen Derzeit moderiert sie Westzeit und Montalk.
Familie Verheiratet, zwei Kinder.
Da hatten doch einige Mitglieder der Carnevalsacademie am Niederrhein (CAN) am Sonntag tatsächlich schon ihre Narrenkappen auf. Das gab in der Festrede von Frank Schiffers, dem Präsidenten der närrischen Vereinigung, eine humorige Schelte. Denn die Narrenzeit beginnt erst am 11.11., und ab dann erst ist Narren(kappen)freiheit.
Anlass für das Zusammenkommen der Karnevalisten der Akademie und der korrespondierenden Gesellschaften in der Kulturhalle war die Ernennung der Radio-Moderatorin Steffi Neu aus Uedem zum Doctor carnevalensis causa (Dr. carn. c.). In der elfjährigen Geschichte der CAN ist sie damit die ersten Frau, die diesen Titel erhält.
Neuer Titel: Dr. carn. c. Steffi Neu
„Für sie war es uns selbstverständlich, die Satzung für heute auszusetzen“, so der Akademiechef Max Rauer. Steffi Neu habe in ihrem Amt große Schlagfertigkeit bewiesen, die meist mit einem guten Schuss Humor gewürzt ist. So sei es nicht ausgeblieben, dass sie im niederrheinischen Karneval bekannt wurde und dort viele Menschen anspricht und begeistert. Ist sie neben ihrer Tätigkeit bei WDR 2 doch auch noch erste Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft Uedem.
Wie es sich bei einer Promotion gehört, bekam die Journalistin einen Doktorhut und eine handgeschriebene Urkunde mit dem Siegel der CAN. Darauf ist eine Eule zu sehen, die für die Weisheit steht, deren rechtes Auge aber vom Doktorhut zu gedrückt wird, um anzudeuten, das Leben nicht allzu ernst zu nehmen.
Über drei Stunden feierte die CAN die Promotion und ihr elfjähriges Bestehen. Dazu hatten sich die Akademieoberen ein umfangreiches Programm mit Show- und Gardetanz von den Tänzern der beiden Vereine „Neukirchen-VLÜ-KA-GE“ und dem Kamp-Lintforter Karnevalsverein ausgedacht.
Gerade das elfjährige Schnapszahl-Jubiläum ist im Karneval schließlich ein besonderes. Am 11. Dezember 1996 noch als „Karnevalsakademie Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn“ gegründet, hat sich die 2005 in „Carnevalsacademie am Niederrhein“ umbenannte Vereinigung zum Ziel gesetzt, nicht vereinsgebunden für den Karneval zu arbeiten und den Vereinen aktiv und beratend zur Seite zu stehen.
Dazu werden in den Akademieräumen am Terhardshof in Kamp-Lintfort auch jährlich Seminare angeboten. Festredner Frank Schiffers rief den Akademikern jedenfalls zu: „Die Studiengebühren hier sind Lachen und Frohsinn.“ Die CAN stecke noch in den Kinderschuhen, man solle sie laufen lassen. Frei nach deren Leitspruch: „amat victoria curam!“ Kein Sieg ohne Mühe.
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