Moers: Moers Festival: Mädels schießen sich den Weg frei
VON JAN CASPERS - zuletzt aktualisiert: 21.05.2010 - 18:05Das Jazz Festival Moers ist erst wenige Stunden alt, und schon haben zahlreiche Festival-Freunde den Moerser Schlosspark mit Zelten und Schlafsäcken für sich in Beschlag genommen. Auch unerschrockene Mitarbeiter der „Rheinischen Post“ warfen sich in das Getümmel.
Wie jedes Jahr, so ist auch diesmal „die Stimmung ausgelassen und überaus friedlich“, sagt Christof (47), der es wissen muss, denn der Düsseldorfer ist bereits seit Beginn der 80er Jahre ein treuer Festivalbesucher. Jedes Jahr kauft er sich eine Karte für das Festivalzelt, da er schon vor knapp 30 Jahren von der „innovativen Musik, die aus der New Yorker Szene nach Moers kam“ total beeindruckt war. In diesem Jahr hat er Franziska (21), Aaron (21)und Lennart (21) das Festival so schmackhaft gemacht, dass sie von Hamburg aus, den Weg an den Niederrhein gefunden haben.
Musik im Festzelt
Ein paar Meter weiter haben Ina (27), Wendy (22) und Janine (22) ihre Zelte aufgeschlagen, die vom Ruhrgebiet über den Rhein gekommen sind. Sie interessieren sich nicht in erster Linie für die Musik im Festzelt, sondern genießen schon seit mehreren Jahren das gemeinsame Campen mit Freunden und die gute Stimmung.
Im hinteren Teil des Schlossparks hat sich Niklas (20) aus Moers mit seiner Gitarre niedergelassen, der nun dem Eintreffen seiner Freunde entgegenfiebert, um endlich gemeinsam Musik machen zu können. In Sichtweite des Festivalzeltes hat das Ensemble „Fuse“ die gesamte Bandausrüstung, mit Schlagzeug, Bass und E-Gitarre in einem handelsübliches Zelt untergebracht und gab Kostproben ihres Könnens zum Besten.
Lager
Die Gruppenmitglieder der vielfach wechselnden Position, kommen aus unterschiedlichen europäischen Ländern. Jochen Erbach, der die Trompete spielt, hat 1980 mit dem „Full Moon Orchestra“ sogar schon einmal im Festivalzelt gespielt und ist „Moers und dem Jazz Festival seitdem immer freundschaftliche verbunden geblieben“.
Währens viele Festivalbesucher ihr Lager bereits errichtet haben, müssen sich die Duisburgerinnen Vanessa (19) und Birthe (19) noch ein geeignetes Plätzchen suchen. Dabei schrecken sie offensichtlich auch vor roher Gewalt nicht zurück. Mit riesigen Wasserpistolen bewaffnet, betreten sie das Festivalgelände, um sich ein Areal zu sichern, auf dem sie sich mit weiteren 50 bis 60 Freunden, die im Laufe des Tages dazustoßen werden, niederlassen wollen. Bei den momentanen Temperaturen hat wohl keiner etwas dagegen, unter Beschuss zu geraten.
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