Kamp Lintfort: Musik und Motorräder
VON STEPHAN MÜNDGES - zuletzt aktualisiert: 02.10.2006Kamp Lintfort (RPO). Am Wochenende fand zum 22. Mal in Folge das Stadtfest statt. Neben Musik auf vier Bühnen stand das Harley Davidson-Treffen am Sonntag im Mittelpunkt. Die angekündigte Stadtrundfahrt fiel allerdings ins Wasser.
Dröhnende Motoren, blitzender Chrom und der Geruch von Abgasen. Wo immer Harley Davidson Motorräder auftauchen, ist Action garantiert. So auch am Sonntag auf dem Rathausplatz. Dort versammelten sich 185 PS-Boliden zum jährlichen Kamp-Lintforter Harley-Treffen. So viele Pferdestärken auf einmal ließen bei den Zuschauern, die die reich verzierten Bikes bestaunten, die Herzen höher schlagen. Das Motorradtreffen war einer der Höhepunkte des 22. Stadtfestes in der Innenstadt.
Rundfahrt fiel ins Wasser
Die angekündigte Stadtrundfahrt fiel allerdings einem Regenschauer zum Opfer. Sowohl der Organisator des Stadtfestes, Bernhard Eichhof, als auch viele Harley-Fahrer waren darüber enttäuscht. „Ich komme seit einigen Jahren nach Kamp-Lintfort und habe die Rundfahrt immer mitgemacht“, erzählte Klaus Otto-Lange, der mit seiner zehn Jahre alten Harley in die Klosterstadt gekommen war. Dass es dieses Jahr nicht dazu gekommen ist, sei sehr schade.
Salsa Picante
Seit 25 Jahren steht diese Kombo mit wechselnder Besetzung bereits auf der Bühne. Sie landeten sogar einen Nr. 1 Hit. Ihre CD „Sambrosita“ kletterte auf Platz eins der Charts in El Salvador. Sechs CDs hat die zehnköpfige Truppe veröffentlicht. Ein weiterer Höhepunkt der Bandgeschichte war eine Tournee auf Kuba, wo man sie aufgrund ihrer Musik für echte Südamerikaner hielt.
Insgesamt vier Bühnen
Abgesehen von diesem kleinen Manko verlief das Stadtfest jedoch reibungslos. Auf insgesamt vier Bühnen unterhielten neun Bands aus unterschiedlichen Genres das Publikum. Zusammen mit der Agentur Knabben hatten die Veranstalter die Bands ausgesucht. Die GL-Blues Band, die mit ihrer von Rock, Soul und Funk inspirierten Musik auf der Bühne am Niag-Pavillon auftrat, gehörte zu den musikalischen Highlights des Wochenendes. Allerdings war der Andrang des Publikums nicht sonderlich groß. Das mag an dem parallel gelaufenen Auftritt von Salsa Picante gelegen haben. Die Düsseldorfer brachten mit ihren Latino-Rhythmen und der ihnen eigenen musikalischen Leichtigkeit ein Stück Buena Vista Social Club in das beschauliche Kamp-Lintfort. Am Sonntag beeindruckte das Stroat Ensemble auf der RP-Bühne auf der Moerser Straße mit kraftvollem Swing.
Bernhard Eichhof zeigte sich mit dem Verlauf des Stadtfestes sehr zufrieden. „Regen ist natürlich tödlich, aber wir hatten fast nur Sonnenschein. Mehr kann man nicht verlangen“, meinte er. Dass es immer schwieriger wird, das vielfältige Angebote mit den vier Bühnen aufrecht zu erhalten, wollte er aber nicht verschweigen. Vor allem die Künstler hätten in den vergangen Jahren ihre Preise umfangreich erhöht.
Terminüberschneidung
Darüber dass der Moerser Herbst am gleichen Wochenende wie das Kamp-Lintforter Stadtfest stattfindet, war Eichhof ebenfalls nicht sehr glücklich. „Wir veranstalten dieses Fest bereits seit 22 Jahren“, erläuterte Eichhof. „Ich verstehe nicht, warum die Moerser vor einigen Jahren dazu übergegangen sind, den Moerser Herbst am gleichen Wochenende zu veranstalten.“
Die wirtschaftlichen Auswirkungen seien aber kaum spürbar, so Organisator Bernhard Eichhof. Sein Pendant in Moers, Ulrich Gies, meinte zu diesem Thema gelassen: „Konkurrenz belebt das Geschäft.“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




