Moers: Muss Bibliothek Filialen schließen?
VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 24.02.2010Moers (RPO). Muss die Bibliothek bis 2014 ihre Filialen in Kapellen und Repelen schließen? Das ist zumindest für Bibliotheksleiterin Gabriele Esser naheliegende Lesart aus den Sparvorschlägen des Kämmerers: "Die Zentralbibliothek muss genau wie die anderen Institute in der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung auf 2,5 Prozent Zuschuss verzichten. 2014 muss sie dementsprechend mit 12,5 Prozent weniger auskommen, das sind 382 000 Euro. Das ist eine schmerzhafte Größe", erläutert die Leiterin der Zentralbibliothek.
Der Zuschuss für die Einrichtung beträgt knapp zwei Millionen Euro. "Die Bibliothek ist leider ein hochgradiger Zuschussbetrieb. Je geringer die Einnahmen, desto höher ist der Zuschuss. Entsprechend hoch ist der Einsparsatz, den wir erbringen müssen", betont Esser und bedauert die Entwicklung: "Seit 1996 wurden bereits drei Zweigstellen geschlossen: Erst Rheinkamp, dann folgten Scherpenberg und Meerbeck." Aus Sicht der Bibliotheksleiterin werde es jedoch bei weitem nicht ausreichen, die beiden verbliebenen Zweigstellen zu schließen.
Eine weitere Folge der Sparvorschläge werde es sein, dass Stellen künftig nicht mehr neu besetzt werden könnten: "Wir haben einen hohen Ansatz an Honorarkräften und Fachpersonal in unbefristeter Anstellung." Esser sieht die Sparzwänge vor dem Hintergrund, dass an der Wilhelm-Schroeder-Straße gerade das Bildungszentrum für Bibliothek und VHS entsteht: "Wir sind gerade bei der Einrichtungsplanung. Im Neubau würden wir mit Personalabbau und verringerten Öffnungszeiten antreten."
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