Moers: Narren entern die Redaktion
VON CORNELIA BRANDT - zuletzt aktualisiert: 10.02.2012Moers (RP). Angeführt von Captain Willi stürmten gestern gleich zwei Prinzenpaare die Redaktionsräume der Rheinischen Post in Moers. Neben viel Stimmung, Musik und Tanz gab es eine Menge Bützchen und Karnevals-Orden.
Händeklatschen, Musik zum Schunkeln und Stimmung satt gab es gestern beim Prinzenempfang in der Redaktion der Rheinschen Post. Die Party im Blut hatten dabei nicht nur das Kinderprinzenpaar Prinz Fabian II und Prinzessin Sophie I (beide 11 Jahre alt) vom Kulturausschuss Grafschafter Karneval (KGK) mit ihrer Hofdame Jana (10) und ihrem Minister Jan Niklas (11). Auch das Kamp-Lintforter Prinzenpaar Simon I und Steffi I mit ihrem gefolge und der Sänger und Entertainer Willi Girmes waren mit von der karnevalistischen Partie.
Rund 70 Auftritte hat das Kinderprinzenpaar während der Session von Ende November bis zum Aschermittwoch zu absolvieren. Dass die Schule darunter nicht leiden darf, versteht sich von selbst. "Die Hausaufgaben mache ich immer abends", sagt Sophie und grinst keck. Die meisten Auftritte sind in den letzten zwei bis drei Wochen vor Nelkensamstag zu absolvieren. Wie praktisch, dass es gerade die Halbjahrszeugnisse gibt, da stehen sowieso nicht so viele Klassenarbeiten an. Das Wappentier des jungen Prinzenpaares ist in diesem Jahr eine Giraffe. "Weil die so einen langen Hals hat", sagte Prinz Fabian, und Prinzessin Sophie konterte belustigt: "Aber unser Maskottchen nicht. Das hat ein fettes Gesicht." Nachdem die beiden ihr Karnevalslied, den "Piratentanz" von Willi Girmes vorgeführt hatten,meinte dieser begeistert: "Mit mir ist das Lied deutschlandweit ein Hit geworden. Aber mit Euch wäre das ein Welthit geworden." Daraufhin gab der Stimmungsmacher seine neue "Niederrhein-Hymne" zum Besten, und bei Texten wie etwa "Niederrheiner sind feiner, Niederrheiner sind voll gut" konnten die Prinzenpaare schon nach Kurzem ganz patriotisch mitsingen. Girmes verriet dann, dass er jetzt einen Song für Fußball-Europameisterchaft vorbereitet. Nachdem sich alle Jecken an Brötchen und den von "Union-Getränke" zur Verfügung gestellten Erfrischungen gestärkt hatten, wurden unter großem "dreifachen Helau auf die neuen Ordensträger" eben diese verliehen. Danach klimperten an so manchem Hals die metallenen Münzen in so hoher Zahl, dass fast zu befürchten steht, dass die Träger bald nach vorne gebeugt laufen müssen. Auch die Rheinische Post revanchierte sich unter dem Motto "Orden muss sein" bei den Gästen mit einem eigenen Karnevalsorden mit einem Motiv von Nik Ebert..
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