Moers: Nicht ärgern, bitte
VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 16.11.2007Moers (RPO). Die Kulturhalle wird zum Spielcasino für die ganze Familie: An 30 Tischen stellen Museum Neukirchen-Vluyn und Buchhandlung Giesen-Handick zum siebten Mal die neuesten Gesellschaftsspiele für Jung und Alt vor.
Wer sich über die neuesten Gesellschaftsspiele informieren will, fährt einfach zur Messe nach Essen oder Kevelaer. Wer wissen möchte, wie die Spiele eigentlich funktionieren, der kommt nach Neukirchen-Vluyn. Und das schon im mittlerweile siebten Jahr: „Das Besondere unserer Spielebörse ist, dass wir die Besucher nicht mit der Spielanleitung alleine lassen“, sagt Museumsleiterin Jutta Lubkowski. An 30 Tischen warten so genannte Spieleliesen, kundige Schüler und Studenten, in der Kulturhalle auf die Spiel-Willigen. Und sie wissen genau, wie zum Beispiel „Zooloretto“ und „Pentagon“ oder „Die Baumeister von Arkadia“ funktionieren. „Man kann sofort mitspielen“, betont die Museumspädagogin, die mit mehr als 500 Besuchern zur nächsten Spielebörse am Samstag, 24. November rechnet. Das „betreute Spielen“, wie sie die Veranstaltung schmunzelnd bezeichnet, kommt an. Kein Wunder: In der Vluyner Kulturhalle können Familien in entspannter Atmosphäre Neues entdecken und nach Herzenslust ihrer Spiellust frönen.
Spiel des Jahres 2007
Die erste Spielbörse fand bereits 2000 statt. „Die Idee zu der Börse hatten wir nach einer Ausstellung über alte Spiele. Damals haben wir uns überlegt, doch auch einmal aktuelle Spiele zu präsentieren“, erinnert sich Jutta Lubkowski. Die Börse findet in Kooperation von Museum sowie Buchhandlung und Spielefachgeschäft Giesen-Handick statt. „Wir haben festgestellt, dass es gerade in diesem Bereich eine echte Lücke gibt“, betont Anke Peine, Mitarbeiterin von Giesen-Handick. Spielen sei zwar eine Art Familienzusammenführung. Doch vor dem Spaß stehe die Spielanleitung, die oftmals kaum zu verstehen sei. „Mittlerweile wird auf dem Markt das Spiel prämiert, das die beste Anleitung hat“, erläutert Ute Gappel, ebenfalls Mitarbeiterin der Buchhandlung Giesen-Handick.
Die Spielebörse zeigt exemplarisch, dass es auf diesem Sektor mehr gibt als nur das bekannte „Mensch-ärgere-dich-nicht“ gibt. Es werden die Verlage Ravensburger, Kosmos, Jumbo, Amigo, Oberschwäbische Magnetspiele und viele andere mehr vorgestellt. Im Mittelpunkt steht das Spiel des Jahres 2007: „Zooloretto“ ist ein Spiel für angehende Architekten und Zoodirektoren ab acht Jahren. Es gilt seinen eigenen Zoo zu konstruieren, wobei dieser gut geplant sein will: Nur wer mit vielen verschiedenen Tierarten die Besucher anlockt und für alle genügend Platz hat, der kann am Ende punkten.
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