Neukirchen-Vluyn: Niederberg soll Campus werden
VON ULRICH JOPPICH - zuletzt aktualisiert: 30.04.2008Neukirchen-Vluyn (RPO). Die CDU setzt sich dafür ein, dass die Fachhochschule für Agrobusiness ihren Standort auf dem ehemaligen Zechengelände bekommt. Eine parteiübergreifende Initiative soll die Bewerbung der Stadt zum Erfolg führen.
Zeitplan
Das Kabinett der Landesregierung wird nach Ansicht der CDU noch vor der Sommerpause festlegen, welche Kriterien für die Bewerbung um einen Fachhochschul-Standort entscheidend seien und die Ausschreibung starten. Mit einer Entscheidung, welcher Bewerbe den Zuschlag erhält. sei bereits im September zu rechnen.
„Der Zeitpunkt, sich um den Standort für die Fachhochschule für Agrobusiness zu bewerben, könnte nicht idealer sein“, sagen der CDU-Parteivorsitzende Klaus Plonka und der Fraktionsvorsitzende Klaus Franzen. Nachdem die Stadt und die Montan-Grundstücksgesellschaft MGG jetzt endlich den Rahmenvertrag für die Zukunft des Niederberg-Geländes unterschrieben hätten, könne jetzt endlich konkret geplant werden.
Diese günstige Ausgangssituation verpflichte geradezu zum Handeln. „Wir stellen uns als CDU jetzt auf und präsentieren ganz konkrete Überlegungen für eine Fachhochschule auf Niederberg. Bei allem Verständnis für die Region muss doch festgestellt werden, dass es sich um ein wir4-Projekt mit allerbesten Argumenten für den Standort Neukirchen-Vluyn handelt“, betonten Plonka und Franzen gestern.
Gespräch im Ministerium
Bei einem Gespräch Anfang April im Landeswissenschafts-Ministerium haben die Christdemokraten eine Bewerbungsbroschüre übergeben und ihre Argumente vorgetragen. „Wir haben das notwendige Gelände, die Infrastruktur mit guten Anbindungen an Autobahnen, Zugstrecken und Flughäfen und ein hohes Potential an möglichen Arbeitgebern für erfolgreiche Studienabsolventen“, so einige Argumente.
Auch für Studentenwohnungen sei zum Beispiel in den Bereichen Kiefernweg oder Vluyner Nordring ausreichend Raum vorhanden. Die Wege zur Fachhochschule wären dann sehr kurz. Die CDU-Politiker hoffen und erwarten, dass die MGG in dieses Boot einsteigt. Das Engagement für Niederberg als Campus soll auf keinen Fall eine reine CDU-Angelegenheit bleiben. „Wir als Partei können das alleine nicht weiter leisten. Wir wollen nur den Anstoß geben. Jetzt muss überparteilich eine Initiative ins Leben gerufen werden. Es ist wichtig, dass die Stadt bei der Bewerbung um den Fachhochschul-Standort den Hut in den Ring wirft. Natürlich kann man dabei verlieren. Aber niemand kann uns dann vorwerfen, dass wir es nicht versucht hätten“, sagt Plonka.
Man müsse für diese Sache die Fühler auch zu Menschen außerhalb der Partei ausstrecken. Die Initiative der CDU habe nichts mit Kirchturmdenken zu tun. Es sei aber legitim, auf die strukturellen Probleme der Stadt nach der Zechenschließung vor sieben Jahren hinzuweisen und bei der Landesregierung Hilfe einzufordern. Kamp-Lintfort stehe die Zechenschließung schließlich erst noch bevor.
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