Moers: "Pfarrfusion kommt für Aldekerk zu früh"
VON STEFAN KRIEGEL - zuletzt aktualisiert: 06.02.2010Moers (RPO). Kerken Die Aldekerker Katholiken sind traurig. Wenn Pfingstsonntag die drei Pfarrgemeinden St. Dionysius Nieukerk, St. Peter und Paul Aldekerk und St. Thomas Stenden endgültig fusionieren (die RP berichtete) leiden die Aldekerker besonders darunter. So formuliert es jedenfalls Günter Bossmanns, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes aus Aldekerk.
"Wir in Aldekerk leiden besonders unter dieser Fusion", berichtet das Vorstandsmitglied. "Denn wir verlieren einen geschätzten Pfarrer. Die Aldekerker hatten sich den Zeitpunkt des Zusammenschlusses auch ganz anders vorgestellt. Ihr Pfarrer hatten nämlich signalisiert, dass er noch bis zu seinem 70. Lebensjahr gerne in Aldekerk wirken möchte. Das wären ab heute noch fünf Jahre. "Diesen Vorschlag haben wir auch Bischof Heinrich Janssen unterbreitet. Er wurde jedoch ohne Begründung abgelehnt", sagt Bossmanns. Auch die verantwortlichen Gremien der Pfarrgemeinde St. Quirinus Nieukerk und St. Thomas Stenden seien mit einem Verlegen einverstanden gewesen, obwohl kein genauer Zeitpunkt besprochen worden sei.
"Dass die Fusion kommen muss, darüber sind und waren wir uns alle einig", erläutert das Mitglied im Kirchenvorstand. Hermann Mertens, Vorsitzender des Rates der Seelsorgeeinheit Nieukerk, bemerkt, dass man sich nach der Fusion nicht gedrängt habe. Trotzdem werde dieser Prozess bereits seit 2001 verfolgt. Bisher laufe auch die Zusammenarbeit zwischen den Gläubigen in St. Dionysius Nieukerk und St. Thomas Stenden gut. "Ich bin überzeugt, das dies auch bald für die gesamte Gemeinde zutreffen wird", meint der Vorsitzende. Sabine Velder, Sprecherin der katholischen Frauengemeinschaft St. Dionysius Nieukerk, sieht den Zusammenschluss praktisch. "Wir sind eben nur eine kleine Pfarrgemeinde. Außerdem gibt es immer weniger Pfarrer und weniger Gläubige, die in die Kirche gehen. " Die Eigenständigkeit ihrer Gemeinschaft sieht sie nicht gefährdet. Andererseits gibt es auch schon eine Zusammenarbeit mit der Frauengemeinschaft in Aldekerk. Zum Beispiel veranstalten beide Frauengemeinschaft in diesem Monat gemeinsam eine Fahrt nach Steyl.
Die Sprecherin der katholischen Frauengemeinschaft St. Peter und Paul Aldekerk sieht die Fusion als notwendiges Übel: "Wir müssen uns einfach damit abfinden, weil wir es sowieso nicht ändern können."
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