Kamp Lintfort: Pflegeheim: Zwei Bewerber zur Wahl
VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 24.11.2006Kamp Lintfort (RPO). Die Stadt Kamp-Lintfort hat die Qual der Wahl. Zwei Einrichtungen bewerben sich für die Realisierung eines wichtigen Bauvorhabens im Stadtquartier Moerser Straße West: ein Pflegeheim samt betreutes Wohnen. Sowohl der Caritasverband Moers Xanten als auch der Neukirchener Erziehungsverein haben Konzepte vorgelegt, die die Punkte Pflege, Finanzierung und Städtebau berücksichtigen. In einer Sondersitzung befassten sich die Ausschüsse für Senioren und Soziales sowie für Stadtentwicklung mit den Konzepten.
Ursprünglich wollte die Babcock Pensionskasse das Vorhaben realisieren. 2004 wurden erste Pläne vorgestellt. Die Babcock Pensionskasse plante, selbst in Grundstück und Objekte zu investieren und für den Bau einen geeigneten Träger auszuwählen. „Allerdings verzögerte die politischen Beschlüsse durch innerorganisatorische Schwierigkeiten und nicht akzeptable Forderungen der Pensionskasse“, heißt es in der Vorlage zur Sondersitzung der beiden Ausschüsse. Im März 2006 erklärte das Unternehmen schließlich, dass es von dem Projekt Abstand nehmen müsse.
Die Verwaltung nahm daraufhin mit interessierten Betreibern von Pflegeheimen in der Region Kontakt auf. Interesse signalisierten lediglich Caritas Verband und Neukirchener Erziehungsverein. Die Einrichtungen stellten ihre städtebaulich-architektonischen Konzepte im Gestaltungsbeirat der Stadt vor. Dort favorisierte die Empfehlungskommission eindeutig das Konzept der Caritas. Der Neukirchener Erziehungsverein erklärte sich daraufhin bereit, seine Planungen auf Grundlage der Empfehlungen zu überarbeiten.
Die CDu zeigte sich gestern verärgert über die Vorgehensweise: „Es hätte schon vor langem entschieden werden können, wer diesen Ankerpunkt baut und betreibt. Wir haben einen Ratsbeschluss aus 2004“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Matthias Gütges. „DZFas nennen wir Verschleppung.“
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