Moers: Pienes Grubenlampe wird gebaut
VON ANJA KATZKE - zuletzt aktualisiert: 13.04.2007Moers (RPO). Der Regionalverband Ruhr beginnt am kommenden Mittwoch, 18. April, mit dem Bau der überdimensionalen Grubenlampe auf dem Kopf der Halde Rheinpreußen in Moers. Damit nimmt die spektakuläre Lichtinszenierung, die Künstler Otto Piene erdacht hat, mehr und mehr Form an: Im März vergangenen Jahres wurde der erste Bauabschnitt des ehrgeizigen Projektes beendet und das rote Ausleuchtungsfeld der Landmarke in Betrieb genommen. Mit dem ersten Spatenstich am kommenden Mittwoch sollen nun die Bauarbeiten für das Herzstück der Installation beginnen: ein 30 Meter hoher Turm in Form einer Grubenlampe.
In einer Höhe von neun Metern soll die Möglichkeit bestehen, über eine innen liegende Treppe eine Aussichtsebene zu begehen. Die Gesamtkosten für die Realisierung der Landmarke auf der Halde Rheinpreussen belaufen sich auf mehr als eine Million Euro. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt betrugen rund 357000 Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Ausbau der Halde mit 80 Prozent.
Der Förderverein „Landmarke Grubenlampe“, der sich engagiert für die Verwirklichung dieser Idee eingesetzt hatte, unterstützt die Umsetzung des Projektes mit finanziellen Gaben und Sachleistungen. Die Thyssen Krupp AG trägt Ingenieurleistungen zur Realisierung des Piene-Werks bei. Die lichtkünstlerische Inszenierung einer Halde stellt ein Novum in der der Landmarkenkunst dar. Piene ist selbst ein Kind des Ruhrgebietes ist. Er hat seinen Weg als Künstler über die Gruppe Zero zum Massachusetts Institute Of Technology gefunden und lebt heute in den USA.
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