Moers: Pumpenstar, Superstar, Schalke-Star
zuletzt aktualisiert: 03.09.2007Moers (RPO). Gestern war Familientag auf der Kirmes. Dafür waren auch wieder viele Fahrgeschäfte für die ganze Familie da. Kinderkarrussels, Ponyreiten und der Wellenflug boten Spaß für die Jüngeren. Auch wenn im Vorfeld über das kleinere Riesenrad diskutiert wurde: Während der Kirmes thronte auch das lleinere über dem Friedrich-Ebert-Platz und war das höchste Fahrgeschäft des Festes. Über viel Zulauf konnte sich auch die feuchte Wildwasserbahn „Piraten-Fluss“ freuen.
Traditionell waren zudem Auto-Scooter, Break-Dance und Musik-Express wieder an ihren angestammten Plätzen. Neben den Bands gab es auch noch weiteres Bühnenprogramm, so suchte Moers am Sonntag auf dem Königlichen Hof den Superstar. Auf dem Bühne am Altmarkt plauderte der Fußballspieler Heiko Westermann vom FC Schalke 04 im RP Sport-Talk mit RP-Redakteur Christian Schroeder über seine sportliche Karriere und den Wechsel von Bielefeld nach Gelsenkirchen.
Keine Angst vor Bayern
„Die Fans sprechen auf Schalke natürlich für sich. Die sind fußballverrückt, und das ist auch gut so“, so der 24-jährige Abwehrspieler. Dem Spiel gegen die Bayern sieht er gelassen entgegen: „Die kochen auch nur mit Wasser.“ Der kleine Schalkefan Markus aus Moers wusste gar nicht, was er sagen sollte, als er dem Spieler gegenüberstand und freute sich riesig über ein Autogramm. Dann fragte er ganz leise: „Haben Sie ein Haustier?“ Westermann hat. Einen Hund.
Etwas abseits der Kirmes feierte die Nachbarschaft am Pumpeneck ihr Pumpenfest, das seit 1973 traditionell zur Kirmes stattfindet. Zur Pumpenkönigin erwählte der Pumpenmeister Heiner Rütjes seine Frau Jutta Rütjes. Sie hat ab jetzt ein Jahr lang ein offenes Ohr für die Nachbarn der Fiesel-, Neu-, und Haagstraße sowie Rosenthal. „Ich bin sehr stolz hier in einer Nachbarschaft zu sein, wo noch menschliche Werte zählen und man Zeit hat füreinander“, so Jutta I., die selbst am Pumpeneck aufgewachsen ist. Bevor es eine feste Wasserversorgung gab, waren die Pumpen noch Treffpunkte für die Nachbarn.
Auch zur Kirmes machte die Polizei am Neuen Wall keine Ausnahme. Autofahrer, die die Sperrung ab 22 Uhr missachteten, wurden zumindest Freitag wieder zur Kasse gebeten.
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