Kamp-Lintfort: Rauschendes Jubelfest
VON HANS-ULRICH KRESS - zuletzt aktualisiert: 03.02.2009Kamp-Lintfort (RPO). Zu einer närrischen Reise durch die Nachbarländer hatte das Karnevals-Komitee Kolping Kamp-Lintfort eingeladen. Die Jubiläumssitzung "55 Jahre Kolping-Karneval" entpuppte sich als Bütten-Parade der guten Laune.
Da hatten sich Sitzungspräsident Bernd Ueffing und seine Mitstreiter schon etwas Besonderes einfallen lassen. Nach dem Einmarsch mit Pauken und Trompeten, Begrüßung der Senatoren, Ehrengäste und der befreundeten Karnevalsvereine, Komitees und Clubs aus der Nachbarschaft ließ es sich der stellvertretende Bürgermeister, selbst Urgestein des Kamp-Lintforter Karnevals, Horst Ruhnau, nicht nehmen dem Karnevals-Komitee Kolping noch einmal zum närrischen Jubiläum von Herzen zu gratulieren und ihm für die Zukunft und den Verlauf der Sitzung alles nur erdenklich Gute zu wünschen. Es ging um eine närrische Reise durch die Nachbarländer. So erklomm als erstes die Trottoirband "Joekskappel" aus Holland in bunten Uniformen die Bühne und heizte die Stimmung an.
Stadtprinzessin
Die Kamp-Lintforter Jugendprinzessin Angi I. wusste mit dem Showtanz ihrer "Flying Eagles" des KKV zu überzeugen. Mit ihrem Gefolge mit KKV Präsident, Adjutanten und Hoppeditz machte die amtierende Stadtprinzessin Melanie I. ihre Aufwartung.
Gern gesehene Gäste
Ihr folgte Büttenredner Roland Paquot aus Belgien in der Rolle des "Tulpenheini". Er startete ein Härtetest der Lachmuskeln seiner Zuhörer. Verschmitzt, spitzzüngig, schlagfertig reihte er Pointe an Pointe und ließ kein Fettnäpfchen aus, kein Vorurteil ungenutzt. Vor allem stichelte er gegen benachbarte Nationalitäten, geißelte die langen Finger östlicher Nachbarn, erklärte fremdsprachige Vokabeln, hielt jedoch seinen Landsleute gekonnt den Spiegel vor. So habe man in seiner Heimat herausgefunden, dass Männer zehn Minuten nach dem Liebesspiel sanft einschliefen. Das sei besonders gefährlich, da sich seine Geschlechtsgenossen dann zumeist auf dem Heimweg befänden. Rauschenden Applaus für ihren nachbarschaftlichen Beitrag aus Italien erntete Gesangsinterpretin Roberta Lorenza. Andererseits hatten die Sitzungsplaner bei der Programmgestaltung für ihren Jubiläumsball auf Altbewährtes zurückgegriffen.
Seit Jahren gern gesehener Gast bei den Sitzung des Karnevals-Komitees war auch in diesmal das Humoristenduo "Heijopais" Frank Hackel und Heinz Gröger aus Essen, die über "Kardinalsfehler" und "Klostergeheimnisse" bezüglich der Fehltritte von "Supernonnen" schwadronierten.
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